Kronberg startet ein Pilotprojekt für demenzfreundliche Umgebungen mit Schulungen und lilafarbenen Aufklebern, unterstützt von lokalen Stiftungen und dem Rotary Club.
Kronberg startet ein Pilotprojekt für demenzfreundliche Umgebungen mit Schulungen und lilafarbenen Aufklebern, unterstützt von lokalen Stiftungen und dem Rotary Club.
Die Stadt Kronberg im Taunus plant, eine demenzfreundliche Umgebung zu schaffen, unterstützt von der Frankfurter Hans und Ilse Breuer-Stiftung und dem Kronberger Rotary Club. Schulungen für Personal und Privatleute sowie lilafarbene Aufkleber an Läden und Einrichtungen, deren Mitarbeiter im Umgang mit Demenzkranken geschult sind, sollen die Teilhabe von Menschen mit Demenz am sozialen Leben ermöglichen. Kronbergs Bürgermeister unterstützt das Projekt als Schirmherr. Die Stadt, deren Einwohner im Durchschnitt älter als der nationale Durchschnitt sind, ist aufgrund ihrer Kompaktheit und Altersstruktur gut geeignet für dieses Pilotvorhaben. Seit dem Sommer 2026 findet das niederschwellige Programm auch in anderen hessischen Gemeinden Interesse. F.A.Z.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.02.2026
Sachsen-Anhalt gewinnt über 130 Mediziner durch Landarztquote
Sachsen-Anhalt sichert durch die Landarztquote über 130 Mediziner für ländliche Gebiete und setzt auf Eignung statt Bestnoten.
Sachsen-Anhalt sichert durch die Landarztquote über 130 Mediziner für ländliche Gebiete und setzt auf Eignung statt Bestnoten.
In Sachsen-Anhalt sind über die Landarztquote mehr als 130 zukünftige Mediziner für ländliche Regionen gewonnen worden. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) erklärt, ihr Bundesland sei mit diesem Modell der Studienplatzvergabe Vorreiter. Bewerber, die sich verpflichten, nach dem Studium mindestens zehn Jahre als Hausarzt in einer ländlichen Region zu arbeiten, können auch ohne Bestnoten in Halle oder Magdeburg studieren. Entscheidend sind vor allem berufliche Vorerfahrungen im medizinischen Bereich und das Ergebnis eines speziellen Eignungstests. Für die Landarztquote sind 7,8 Prozent der Medizinstudienplätze, etwa 32 Studienplätze, vorgesehen. Darüber hinaus sind 1,5 Prozent – wahrscheinlich fünf Studienplätze – für angehende Amtsärzte vorgesehen, da auch in Gesundheitsämtern Mediziner fehlen. Diese Informationen wurden von der Ärzte Zeitung, einer Publikation von Springer Medizin, bereitgestellt.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.02.2026
G-BA erweitert Herpes Zoster-Impfempfehlung für Risikogruppen ab 18
Der G-BA hat die Herpes Zoster-Impfung für Risikopersonen ab 18 Jahren nach STIKO-Empfehlung erweitert, um besonders gefährdete Gruppen zu schützen.
Der G-BA hat die Herpes Zoster-Impfung für Risikopersonen ab 18 Jahren nach STIKO-Empfehlung erweitert, um besonders gefährdete Gruppen zu schützen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) setzt eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) um und hat eine erweiterte Schutzimpfungsrichtlinie gegen Herpes zoster für Risikopersonen ab 18 Jahren in Kraft treten lassen. Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz, bestimmten Autoimmunerkrankungen oder schweren Grunderkrankungen, wie etwa nicht gut eingestellten Diabetikern oder dialysepflichtigen Patienten, sollen von dieser Impfung profitieren. Auch nach einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation wird die Impfung dringend empfohlen. Diese Maßnahme gilt als Standardimpfung für alle Menschen ab 60 Jahren. Für Personen zwischen 18 und 59 Jahren mit gut kontrollierten, leichten oder unkomplizierten chronischen Erkrankungen gibt es hingegen keine Empfehlung, da hier keine erhöhten Risiken bestehen. Nach Informationen der Ärztezeitung hält die Schutzwirkung der Impfung voraussichtlich mindestens zehn Jahre an.
Ärzte fordern gesetzliche Klarstellung zum Datenschutz der ePA-Daten
Ärzte und Psychotherapeuten fordern eine gesetzliche Regelung zum Schutz der elektronischen Patientenakte-Daten und verweisen auf bestehende Datenschutzlücken.
Ärzte und Psychotherapeuten fordern eine gesetzliche Regelung zum Schutz der elektronischen Patientenakte-Daten und verweisen auf bestehende Datenschutzlücken.
Organisationen von Ärzten und Psychotherapeuten weisen auf eine Lücke im Gesetz hin. Es fehlt bisher eine ausdrückliche gesetzliche Regelung zum Schutz der Daten in der elektronischen Patientenakte (ePA), wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung sowie die Bundesärzte- und Psychotherapeutenkammer betonen. Die Lösung könnte im Vorbild des Datenschutzes bei der elektronischen Gesundheitskarte liegen. Derzeit gibt es Bedenken, ob ePA-Daten beschlagnahmt werden könnten, was die Notwendigkeit gesetzlicher Klarheit unterstreicht, so die Quelle von aerztezeitung.de.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.02.2026
Medizinisches Personal: Strategien gegen den drohenden Versorgungsengpass
Das Gesundheitswesen steht vor Herausforderungen: Strategien sind gefragt, um den drohenden Engpass durch mehr Bedarf und weniger Ärzte zu bewältigen.
Das Gesundheitswesen steht vor Herausforderungen: Strategien sind gefragt, um den drohenden Engpass durch mehr Bedarf und weniger Ärzte zu bewältigen.
Mehr Menschen mit medizinischem Versorgungsbedarf und eine wachsende Zahl älterer Ärztinnen und Ärzte, die ihre Arbeitszeiten reduzieren: Diese Entwicklungen stellen das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. In der Diskussion darüber, wie es sich gegen die Demografie wappnen kann, gibt es unterschiedlichste Ansätze. Die "Ärzte Zeitung" berichtet über den dringenden Bedarf, Lösungen zu finden, die sowohl den steigenden Anforderungen gerecht werden als auch langfristig eine funktionierende Gesundheitsversorgung sicherstellen können.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
12.02.2026
Pflegefachkräfte übernehmen ärztliche Aufgaben: Analyse zeigt Vorteile
Pflegefachkräfte übernehmen ärztliche Aufgaben: Studie zeigt, dass dies in strukturschwachen Regionen die Versorgung und klinische Ergebnisse verbessern kann.
Pflegefachkräfte übernehmen ärztliche Aufgaben: Studie zeigt, dass dies in strukturschwachen Regionen die Versorgung und klinische Ergebnisse verbessern kann.
Eine aktuelle Cochrane-Metaanalyse deutet darauf hin, dass die Übertragung ärztlicher Aufgaben an Pflegefachkräfte die klinischen Ergebnisse in bestimmten Bereichen der ambulanten Versorgung verbessern könnte. Vor allem in strukturschwachen Regionen, wo Ärztemangel herrscht, können Teampraxismodelle, die Pflegekräfte stärker einbeziehen, zur Entlastung beitragen. Die Analyse zeigt, dass sich Pflegefachkräfte besonders bei der Durchführung von Assessments, der Adhärenz der Patienten sowie beim Medikationsmanagement bewähren. Diese Erkenntnisse stammen vorwiegend aus Studien aus Großbritannien und den Niederlanden, die vor allem in klinischen Kontexten durchgeführt wurden, lassen jedoch auch positive Rückschlüsse auf die ambulante Versorgung zu. Insbesondere Patienten in Regionen mit niedrigem bis mittlerem Einkommensniveau könnten von einer solchen Heilkundeübertragung profitieren, wie die Ärztezeitung berichtet.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
12.02.2026
US-Bestpreisgarantie bedroht Einführung neuer Arzneimittel in Deutschland
US-Bestpreisgarantie bedroht Deutschlands Zugriff auf neue Medikamente durch Druck auf Preise und mögliche Einführungshindernisse. (Ärzte Zeitung)
US-Bestpreisgarantie bedroht Deutschlands Zugriff auf neue Medikamente durch Druck auf Preise und mögliche Einführungshindernisse. (Ärzte Zeitung)
Die neue von der Trump-Administration eingeführte US-Bestpreisgarantie könnte die Einführung neuer Arzneimittel in Deutschland behindern. Diese Klausel bezieht sich nicht nur auf den amerikanischen, sondern auch auf europäische Arzneimittelpreise. Der Industrieverband Pharma Deutschland warnt, dass Deutschland, als größter europäischer Absatzmarkt, bei der Einführung neuer Arzneimittel zurückfallen oder sogar ganz leer ausgehen könnte. Dies liegt daran, dass deutsche Arzneimittelpreise als Referenz für niedrigere Preisbindungen in den USA herangezogen werden, was deutsche Unternehmen unter Druck setzt. Diese Entwicklung wird auf der Plattform TrumpRx.gov sichtbar, wo zahlreiche Arzneimittel gelistet sind, deren Preise drastisch gesenkt wurden. Die Hauptgeschäftsführerin des Bonner Pharmaverbandes fordert von der Bundesregierung entschlossene und ressortübergreifende Antworten, um den Pharmastandort Deutschland zu schützen. (Ärzte Zeitung)
Adipositas: Erhöhtes Risiko für Infektionen und Todesfälle entdeckt
Adipositas erhöht das Infektionsrisiko um 70 % – Prävention und gezielte Behandlung sind entscheidend für die Gesundheit Betroffener, zeigt eine finnische Studie.
Adipositas erhöht das Infektionsrisiko um 70 % – Prävention und gezielte Behandlung sind entscheidend für die Gesundheit Betroffener, zeigt eine finnische Studie.
Eine finnische Kohortenstudie hat ergeben, dass Adipositas mit einem um 70 Prozent erhöhten Risiko für schwere Infektionen in Verbindung stehen könnte. Demnach sei schätzungsweise jeder zehnte infektionsbedingte Todesfall auf Adipositas zurückzuführen. Besonders gefährdet seien Menschen in den höchsten Adipositasklassen. Die Untersuchung hebt die Notwendigkeit einer verstärkten Prävention und gezielten Behandlung von Adipositas hervor, um das Infektionsrisiko zu minimieren und die Gesundheit der betroffenen Patienten zu verbessern. Die Ärzte Zeitung berichtet, dass diese Erkenntnisse das Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Adipositas und Infektionskrankheiten schärft.
Bundesgesundheitsministerin forciert ePA als zentrales Gesundheitstool
Bundesgesundheitsministerin Warken treibt die ePA voran, um sie zum zentralen Element der digitalen Gesundheitsversorgung zu machen.
Bundesgesundheitsministerin Warken treibt die ePA voran, um sie zum zentralen Element der digitalen Gesundheitsversorgung zu machen.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat ihre Digitalstrategie aktualisiert, um die elektronische Patientenakte (ePA) zum zentralen digitalen Werkzeug in der Versorgung zu machen. Obwohl Ärzte und Versicherte dieser Neuerung noch skeptisch gegenüberstehen, verfolgt die Ministerin ambitionierte Ziele, um die ePA als Dreh- und Angelpunkt des digitalen Gesundheitssystems zu etablieren. Diese strategische Neuausrichtung stieß allerdings auf gemischte Reaktionen, wie aus der Berichterstattung der „Ärzte Zeitung“ hervorgegangen ist.
Dänische Studie: Hypothermie bei Älteren erhöht Sepsis-Risiko erheblich
Dänische Studie zeigt: Hypothermie erhöht das Sepsis-Risiko bei Senioren drastisch und erfordert präzise Temperaturüberwachung in der Notfallmedizin.
Dänische Studie zeigt: Hypothermie erhöht das Sepsis-Risiko bei Senioren drastisch und erfordert präzise Temperaturüberwachung in der Notfallmedizin.
In einer dänischen Studie wurde festgestellt, dass eine Körpertemperatur unter 36 °C bei älteren Menschen mit Sepsis ein alarmierendes Signal sein kann. Hypothermie in der Notaufnahme deutete auf ein signifikant erhöhtes Mortalitätsrisiko hin. Im Gegensatz dazu war Fieber mit einem verminderten Risiko verbunden. Dieser Zusammenhang galt jedoch nicht für Infektionen ohne Sepsis. Dies unterstreicht die Bedeutung der genauen Temperaturüberwachung bei Senioren in der Notfallmedizin. Die Ergebnisse, veröffentlicht auf aerztezeitung.de, heben hervor, dass eine rechtzeitige Interventionsstrategie bei Hypothermie entscheidend sein kann, um die Prognose für Patienten mit Sepsis zu verbessern.
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