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Medizin, Gesundheit und Prävention
15.06.2026
Long/Post-COVID: Off-Label-Verschreibungen jetzt ohne Antrag möglich
Off-Label-Verschreibungen für Long/Post-COVID nun einfacher: Ab sofort sind bestimmte Wirkstoffe ohne Antrag zulasten der Krankenkassen verordnungsfähig.
Off-Label-Verschreibungen für Long/Post-COVID nun einfacher: Ab sofort sind bestimmte Wirkstoffe ohne Antrag zulasten der Krankenkassen verordnungsfähig.
Gegen Long/Post-COVID dürfen mehrere Wirkstoffe ab sofort off-label und ohne Genehmigungsantrag zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden. Diese Verordnungen sind jedoch auf spezifische Hersteller beschränkt, wie die 'Ärzte Zeitung' berichtet. Dies gilt im Rahmen des genehmigten Off-Label-Uses, in dem das Aut-idem-Prinzip ausgeschlossen werden muss. Diese Regelung ist von besonderer Bedeutung, da sie die Verfügbarkeit von Medikamenten für Patienten mit Long/Post-COVID erleichtert und Ärzten eine größere Flexibilität bei der Verschreibung ermöglicht.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
15.06.2026
Hitzewelle rollt über Deutschland: Temperaturen bis 36 Grad erwartet
Eine Hitzewelle trifft Deutschland: Ab Mittwoch steigen die Temperaturen auf bis zu 36 Grad, besonders im Süden. Selbst nachts bleibt es tropisch warm.
Eine Hitzewelle trifft Deutschland: Ab Mittwoch steigen die Temperaturen auf bis zu 36 Grad, besonders im Süden. Selbst nachts bleibt es tropisch warm.
Am Dienstag sind zunächst teils kräftige Regenfälle und Gewitter zu erwarten. Allerdings ändert sich das Wetter ab Mittwoch: "Ab Mittwoch setzt sich aus Südwesten hoher Luftdruck und zunehmende Wärme durch", erklärt Meteorologin Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst laut FAZ. Besonders die mittleren und südlichen Landesteile Deutschlands könnten von einer Hitzewelle betroffen sein, die bis in die folgende Woche andauern soll. Am Oberrhein werden Temperaturen von bis zu 36 Grad erwartet. Selbst in den Nächten kühlt es kaum ab. Die FAZ berichtet, dass im Westen und Südwesten es in größeren Städten tropisch warm werden könnte, das heiße, die Temperaturen sinken nicht unter 20 Grad. Zudem werden teils kräftige Gewitter erwartet, die das Schwüleempfinden noch verstärken könnten.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
15.06.2026
Demenzfälle steigen bis 2060: Gesundheitssystem vor großen Herausforderungen
Bis 2060 könnten über 2 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkranken – eine Herausforderung für das Gesundheitssystem, das jetzt zum Handeln aufgefordert ist.
Bis 2060 könnten über 2 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkranken – eine Herausforderung für das Gesundheitssystem, das jetzt zum Handeln aufgefordert ist.
Eine Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK sowie der Universitäten Trier, Rostock und Köln prognostiziert einen deutlichen Anstieg der Demenzfälle in Deutschland. Bis zum Jahr 2060 könnten über 2 Millionen Menschen an Demenz erkranken, wie die Analyse zeigt. Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen die Herausforderungen, die auf das Gesundheitssystem zukommen. Eine zunehmende Zahl von Betroffenen erfordert nicht nur mehr Pflegepersonal, sondern auch strukturelle Anpassungen in der Versorgung. Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit einer frühzeitigen und umfassenden Planung im Gesundheitssektor. Solche Einblicke in die zukünftige Entwicklung der Demenzfälle sind von besonderer Bedeutung für Fachkräfte in der Pflege, Entscheidungsträger in Altenheimen und Pflegediensten sowie für Angehörige von Pflegebedürftigen, die sich auf die kommenden Anforderungen einstellen müssen. Weitere Details finden Sie in der Ausgabe der Ärzte Zeitung.
Deutschland verfehlt Frist: Entgelttransparenz bleibt umstrittenes Thema
Deutschland verpasst die Frist für die Entgelttransparenzrichtlinie der EU und riskiert rechtliche Konsequenzen. Ein BAG-Urteil könnte wegweisend sein.
Deutschland verpasst die Frist für die Entgelttransparenzrichtlinie der EU und riskiert rechtliche Konsequenzen. Ein BAG-Urteil könnte wegweisend sein.
Die europäische Entgelttransparenzrichtlinie wurde in Deutschland nicht rechtzeitig umgesetzt, obwohl dies zu erheblichen rechtlichen Folgen führen kann. Unternehmen, insbesondere kleinere, könnten bald verpflichtet sein, über Gehaltsunterschiede Auskunft zu erteilen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts - das nicht auf die üblichen Anforderungen des Entgelttransparenzgesetzes setzte, sondern auf Paragraph 242 des BGB - könnte hier wegweisend sein. Im vorliegenden Fall sah eine Tierärztin sich bei der Bezahlung gegenüber ihrem Bruder in der Familienklinik benachteiligt und forderte, auf Grundlage von Treu und Glauben, Auskunft über Lohnunterschiede. Auch wenn das Gericht dies aufgrund unzureichender Indizien in diesem Fall verneinte, bleibt die Anwendung des Paragraphen 242 BGB umstritten, aber potenziell von großer Bedeutung. Somit könnten Entgeltklagen schneller vor Gericht enden als bisher angenommen.
Ergebnisse einer Metaanalyse deuten darauf hin, dass Ketamin-Infusionen bei schwerer Depression akute Symptome, einschließlich Suizidalität, rasch lindern können. Die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Therapie im Langzeitverlauf sind jedoch noch unklar. Interessant ist hierbei, dass diese Ergebnisse möglicherweise neue Ansätze in der Behandlung schwerer Depressionen eröffnen könnten, insbesondere in akuten Fällen, wo schnelle Hilfe gefragt ist. Quelle: Ärztezeitung.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
14.06.2026
Gespräche über psychische Veränderungen im Team erfolgreich führen
Fachkräfte in der Pflege erfahren, wie psychische Veränderungen im Team souverän thematisiert werden können, um Unterstützung und Verständnis zu fördern.
Fachkräfte in der Pflege erfahren, wie psychische Veränderungen im Team souverän thematisiert werden können, um Unterstützung und Verständnis zu fördern.
Psychische Veränderungen bei Kolleginnen oder Kollegen anzusprechen, ist oft eine Hürde – besonders bei großem Altersunterschied oder wenig Nähe, berichtet die 'Ärzte Zeitung'. Psychologin Dr. Ines Keita erklärt, wie man ein Gespräch vorbereitet und warum klare Sorge oft mehr bewirkt als das sofortige Anbieten von Lösungen. Den vollständigen Beitrag können interessierte Leser nach Anmeldung einsehen. Die 'Ärzte Zeitung' bietet durch die Registrierung Zugriff auf mehr Analysen, Hintergrundberichte und exklusive Praxis-Tipps. Dies ist besonders für Fachkräfte aus der Pflege relevant, die sich über solche Themen informieren und praktische Anregungen für den Umgang in ihrem beruflichen Alltag gewinnen möchten.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
13.06.2026
Deutscher Arbeitsmarkt: Babyboomer-Ausfall größer als erwartet
Der Renteneintritt der Babyboomer vergrößert die Personallücke: Bis 2036 fehlen über 4 Millionen Arbeitskräfte, so das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft.
Der Renteneintritt der Babyboomer vergrößert die Personallücke: Bis 2036 fehlen über 4 Millionen Arbeitskräfte, so das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft.
Der Renteneintritt der Babyboomer-Generation wird den deutschen Arbeitsmarkt einer Prognose zufolge erheblich stärker treffen als bisher angenommen. Eine neue Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt, zeigt auf, dass am Ende ein Potenzial von mehr als vier Millionen Arbeitskräften fehlen wird. Das sind etwa 1,3 Millionen mehr als bisher erwartet. Grund dafür sei die Migrationspolitik der Bundesregierung, wie das arbeitgebernahe Institut erklärt. Die Rheinische Post berichtete zuerst über diese Zahlen. Laut IW-Prognose wird die Erwerbsbevölkerung bis 2036, wenn der letzte Jahrgang der Babyboomer das Rentenalter erreicht, um rund 4,3 Millionen Menschen schrumpfen. Zwei Jahre zuvor war noch von einer Lücke von drei Millionen ausgegangen worden. Die Entwicklung der Bevölkerung verläuft schneller rückläufig als angenommen, was insbesondere durch die niedrige Zahl der Zuwanderer verstärkt wird, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung den Bericht des IW.
Ministerin Warken fordert mehr Steueranreize für private Pflegevorsorge
Ministerin Warken fordert mehr Steueranreize für private Pflegevorsorge, um deren Attraktivität zu steigern und die Pflegefinanzierung zu stärken.
Ministerin Warken fordert mehr Steueranreize für private Pflegevorsorge, um deren Attraktivität zu steigern und die Pflegefinanzierung zu stärken.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) setzt sich dafür ein, dass private Pflegevorsorge steuerlich stärker gefördert wird. In einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe betonte sie, dass es attraktiver werden müsse, zusätzlich eine private Pflegeversicherung abzuschließen. Ihr Vorschlag sieht vor, die gezahlten Beiträge als Vorsorgeaufwand von der Steuer abzusetzen. Derzeit zählen Pflegezusatzversicherungen zu den „sonstigen Vorsorgeaufwendungen“ und sind für Angestellte, Beamte und Selbstständige bis zu einer bestimmten Höchstgrenze steuerlich absetzbar. Aufgrund der enthaltenen Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegepflichtversicherung ist die steuerliche Wirkung jedoch als gering einzuschätzen. Warken argumentiert, dass die private Vorsorge ein zentraler Baustein der Pflegefinanzierung werden müsse, ohne die finanziellen Probleme der Pflegeversicherung auf Kommunen abzuwälzen, vor dem Hintergrund der wachsenden Finanzierungsdefizite in der sozialen Pflegeversicherung. Quelle: dpa
Psilocybin: Alzheimer-Patientin zeigt signifikante Symptomverbesserung
Psilocybin bringt Hoffnung: 80-jährige Alzheimer-Patientin erlebte nach Einnahme signifikante Verbesserung ihrer Symptome, laut FAZ-Bericht durch brasilianische Studie.
Psilocybin bringt Hoffnung: 80-jährige Alzheimer-Patientin erlebte nach Einnahme signifikante Verbesserung ihrer Symptome, laut FAZ-Bericht durch brasilianische Studie.
In einem bemerkenswerten Fall hat eine 80-jährige Alzheimer-Patientin nach der Einnahme von Psilocybin, einem aus Zauberpilzen gewonnenen Wirkstoff, signifikante Verbesserungen ihrer Krankheitssymptome erfahren. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, erfolgte die Verabreichung in einem von brasilianischen Wissenschaftlern durchgeführten Experiment. Der Zustand der Frau, die zuvor schwer an Alzheimer erkrankt war und kaum am sozialen Leben teilnahm, änderte sich nach der Einnahme von fünf Gramm Psilocybin grundlegend. Nach einer langanhaltenden Schlafphase von 19 Stunden konnte sie plötzlich wieder detaillierte Erinnerungen abrufen und sich aktiv am Leben beteiligen. Auch ihre körperlichen Symptome wie Inkontinenz verbesserten sich. Die Forscher führten die Veränderung auf die möglichen Auswirkungen von Psilocybin auf die Neuroplastizität und die Reorganisation von Hirnnetzwerken zurück und veröffentlichten ihre Beobachtungen im Fachmagazin „Frontiers in Neuroscience“. Trotz der bemerkenswerten Ergebnisse betonten Experten, dass weitere Forschungen notwendig sind, um die Sicherheit und Wirksamkeit solcher Behandlungen umfassend zu bewerten.
Geistige Aktivität senkt Demenzrisiko auch bei körperlicher Passivität, laut neuen Studien: Bewegung allein reicht nicht, um Demenz vorzubeugen.
Geistige Aktivität senkt Demenzrisiko auch bei körperlicher Passivität, laut neuen Studien: Bewegung allein reicht nicht, um Demenz vorzubeugen.
Körperliche Passivität ist nicht unbedingt ein unüberwindbares Hindernis bei der Demenzprävention. Laut aerztezeitung.de zeigen zwei neue Studien, dass auch mit einem sitzenden Lebensstil das Demenzrisiko gesenkt werden kann, sofern man geistig aktiv bleibt. Überraschenderweise reicht allein Bewegung nicht aus, um Demenz zuverlässig vorzubeugen, wie die aktuellen Forschungsergebnisse nahelegen. Diese Studien heben auch die Herausforderungen und Fallstricke hervor, die in der Forschung zur Demenzprävention bestehen. Quelle: aerztezeitung.de
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