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Pflegepolitik und Recht
01.07.2026
EU fordert einheitliche Strategie für sichere Blutplasmamedikamentenversorgung
Die EU fordert eine einheitliche Strategie zur Sicherung der Blutplasmamedikamentenversorgung, um Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu stärken.
Die EU fordert eine einheitliche Strategie zur Sicherung der Blutplasmamedikamentenversorgung, um Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu stärken.
Die rechtlichen Vorgaben der EU, darunter das Pharma-Package und die SoHO-Richtlinie, erfordern schnelles, koordiniertes Handeln auf EU- und nationaler Ebene. Eine strategische Abstimmung ist notwendig, um die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit Europas bezüglich kritischer Arzneimittel zu sichern. Besonders betroffen sind Blutplasmamedikamente, deren Produktion auf eine stabile Plasmaspendenversorgung angewiesen ist. Nationale Kostendämpfungsmaßnahmen bedrohen die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser Therapien, und so fordert das Europäische Parlament, diese zu überdenken. Einige Länder wie das UK und Belgien haben bereits Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Produktion ergriffen, indem sie PDMPs von Abschlägen befreiten. Ein einheitlicher europäischer Ansatz könnte die Versorgungssicherheit für Patienten, die lebenswichtige Therapien benötigen, weiter stärken. Quellen: aerztezeitung.de, CSL Behring GmbH.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
01.07.2026
Pflegerin wegen Gefährdung von Wachkoma-Patienten angeklagt
Pflegerin im Main-Taunus-Kreis angeklagt: Entfernte bei Wachkoma-Patienten Pulsoximeter, um Alarme zu vermeiden – Ermittlungen laufen.
Pflegerin im Main-Taunus-Kreis angeklagt: Entfernte bei Wachkoma-Patienten Pulsoximeter, um Alarme zu vermeiden – Ermittlungen laufen.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen eine 53-jährige Pflegerin eines Seniorenheims im Main-Taunus-Kreis erhoben. Ihr wird vorgeworfen, vier Taten zwischen Februar 2025 begangen zu haben, bei denen sie in einem Fall drei Wachkoma-Patienten gefährdete, indem sie deren Pulsoximeter entfernte. Diese Geräte überwachen die Sauerstoffsättigung und den Puls der Patienten. Wie die Ermittler berichteten, habe die Frau dies getan, um während ihrer Nachtschicht nicht durch Alarmsignale gestört zu werden. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt sie, den Tod der Patienten billigend in Kauf genommen zu haben. Ein Patient musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden, während der Zustand der anderen als kritisch beschrieben wurde. Seit dem 20. Januar befindet sich die Angeklagte in Untersuchungshaft. Das Landgericht Frankfurt prüft nun die Eröffnung eines Hauptverfahrens. (Quelle: aerztezeitung.de)
Bedenken über "Goldgräberstimmung" bei Suizidassistenz nehmen zu
Experten warnen vor unethischen Praktiken bei der Suizidassistenz und fordern klare Gesetze, um vulnerable Gruppen zu schützen und Druck zu verhindern.
Experten warnen vor unethischen Praktiken bei der Suizidassistenz und fordern klare Gesetze, um vulnerable Gruppen zu schützen und Druck zu verhindern.
Experten äußern Bedenken hinsichtlich einer möglichen "Goldgräberstimmung" im Bereich der Suizidassistenz. Diese Sorgen resultieren aus Entwicklungen seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das zu einer Neuausrichtung der Haltung zur Suizidassistenz geführt hat. Eine Bundestagsinitiative zielt darauf ab, Schutzmechanismen einzuführen, um sicherzustellen, dass Menschen nicht unter Druck geraten, ihr Leben zu beenden. Fachleute betonen die Notwendigkeit eines besonderen Schutzes für vulnerable Personengruppen, um unethischen Praktiken entgegenzuwirken. Die Forderung nach klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen wird lauter, um die ethischen und moralischen Implikationen der Suizidassistenz umfassend zu adressieren. Quellen wie die "Ärzte Zeitung" betonen die Bedeutung dieses Diskurses angesichts der gesellschaftlichen und medizinischen Herausforderungen.
Zweifel an Start des elektronischen Medikationsplans im Juli
Zweifel am E-Medikationsplan-Start: Die KBV bezweifelt die Startfähigkeit im Juli, während die gematik optimistisch bleibt. Eine Verschiebung ist möglich.
Zweifel am E-Medikationsplan-Start: Die KBV bezweifelt die Startfähigkeit im Juli, während die gematik optimistisch bleibt. Eine Verschiebung ist möglich.
Ab Mitte Juli soll der elektronische Medikationsplan in den Testbetrieb gehen. Doch während die gematik optimistisch auf den geplanten Start blickt, äußert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) Zweifel an der Durchführbarkeit. Die Unstimmigkeiten zwischen den beiden Organisationen könnten zu einer Verschiebung des Projekts führen. Die Einführung des elektronischen Medikationsplans gilt als wichtiger Schritt in der Digitalisierung des Gesundheitswesens, der die Medikamentenversorgung effizienter und sicherer gestalten soll. Trotz technischer Fortschritte und politischer Unterstützung bleibt die Frage, ob die geplanten Systeme rechtzeitig installiert und getestet werden können, offen. Aerztezeitung.de berichtet weiter über die Entwicklung dieser bedeutenden Initiative.
Die ePA-Erstbefüllung bleibt dank der EBM-Ziffer 01648 abrechenbar, wodurch Fachkräfte im Gesundheitswesen weiterhin vergütet werden.
Die ePA-Erstbefüllung bleibt dank der EBM-Ziffer 01648 abrechenbar, wodurch Fachkräfte im Gesundheitswesen weiterhin vergütet werden.
Die erstmalige Befüllung der elektronischen Patientenakte (ePA) bleibt weiterhin abrechenbar. Dies wird durch die fortlaufende Gültigkeit der EBM-Ziffer 01648 sichergestellt, solange die Politik keine Einsparmaßnahmen einleitet. Vorläufig bleibt die Vergütung für die ePA-Erstbefüllung bestehen, bis eine politische Entscheidung getroffen wird, die zu einer Haushaltskürzung in diesem Bereich führt. Die Relevanz dieser Regelung ist besonders für Fachkräfte im Gesundheitswesen von Bedeutung, die mit der Verwaltung der elektronischen Patientenakten betraut sind. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Goldgräberstimmung bei Suizidassistenz: Initiative für Schutzmaßnahmen
Suizidassistenz boomt seit Urteil. Parlamentarische Initiative fordert Schutzmaßnahmen gegen Druck zur Lebensbeendigung.
Suizidassistenz boomt seit Urteil. Parlamentarische Initiative fordert Schutzmaßnahmen gegen Druck zur Lebensbeendigung.
Die Haltung zur Suizidassistenz hat sich seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts weiterentwickelt. Derzeit herrscht unter Anbietern von Suizidassistenz eine „Goldgräberstimmung“. Eine Initiative aus dem Bundestag strebt Maßnahmen an, um sicherzustellen, dass niemand unter Druck gesetzt wird, sein Leben zu beenden. Die Quelle dieser weiterführenden Informationen ist die ÄRZTE ZEITUNG.
Pflegerat warnt: Rentenkürzung für Angehörige bedroht häusliche Pflege
Der Deutsche Pflegerat kritisiert die geplante Rentenkürzung für pflegende Angehörige scharf und warnt vor langfristigen Risiken für die häusliche Pflege.
Der Deutsche Pflegerat kritisiert die geplante Rentenkürzung für pflegende Angehörige scharf und warnt vor langfristigen Risiken für die häusliche Pflege.
Der Deutsche Pflegerat kritisiert scharf die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige und fordert deren Rücknahme. Geplant ist, die Beiträge von derzeit 100 Prozent auf 70 Prozent zu reduzieren. Diese Maßnahme, Bestandteil eines neuen Pflegeneuordnungsgesetzes, soll laut Bundesgesundheitsministerin Nina Warken Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro bringen. Der Pflegerat warnt jedoch, dass dieser Schritt pflegende Angehörige in Altersarmut stürzen könnte und die häusliche Versorgung gefährde. Angesichts der Belastungen, die viele Familien bereits jetzt tragen, könnten durch die Kürzung Überforderungen und gesundheitliche Krisen zunehmen. Die entstehenden Versorgungslücken wären für ambulante Pflegedienste aufgrund des Personalmangels nur schwer zu kompensieren. Experten und Vertreter der Pflegekassen bezeichnen die Pläne als sozialen "Hammer". (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
30.06.2026
Vergütung der ePA-Erstbefüllung bleibt trotz politischer Unsicherheit bestehen
Die Vergütung für die Erstbefüllung der elektronischen Patientenakte bleibt trotz politischer Unsicherheiten vorerst bestehen, da der Bundestag noch keinen Beschluss gefasst hat.
Die Vergütung für die Erstbefüllung der elektronischen Patientenakte bleibt trotz politischer Unsicherheiten vorerst bestehen, da der Bundestag noch keinen Beschluss gefasst hat.
Die erstmalige Befüllung der elektronischen Patientenakte (ePA) wird weiterhin vergütet, solange die politische Entscheidung zur Streichung der entsprechenden EBM-Ziffer aussteht. Diese Regelung bleibt vorerst bestehen, da der Bundestag bisher keinen Beschluss zur Änderung gefasst hat, wie aus einem Bericht der Ärztezeitung hervorgeht. Die EBM-Ziffer 01648, die die Abrechnung dieser Leistung regelt, gilt somit bis auf Weiteres. Ein Einschnitt in diese Vergütungsstruktur ist fordernde Gesprächsthema in der Branche, doch bis zu einer endgültigen Entscheidung bleibt alles beim Alten. Diese Stabilität in der Honorarberechnung gibt den Ärzten weiterhin Sicherheit bei der Abrechnung elektronischer Gesundheitsakte-Leistungen.
Pflege und Bürokratie: Die Herausforderungen für Angehörige
Pflegende Angehörige wie Heike Roth kämpfen mit den emotionalen Belastungen der Pflege und bürokratischen Hürden, die ihren Alltag erschweren.
Pflegende Angehörige wie Heike Roth kämpfen mit den emotionalen Belastungen der Pflege und bürokratischen Hürden, die ihren Alltag erschweren.
Heike Roth und ihr Ehemann führten lange ein unbeschwertes Leben, bis ein Herzinfarkt den Familienvater zum Pflegefall machte. Seit fast einem Jahrzehnt kümmert sich Heike um ihren Ehemann, der durch den Hirnschaden auf Hilfe angewiesen ist. Kürzlich wurde sie mit einem Fragenkatalog des Amts konfrontiert, das die Ausgaben der Rente ihres Mannes prüft. Heikes Fall unterstreicht das Dilemma, in dem sich viele pflegende Angehörige befinden: der Versuch, die Pflege eines geliebten Menschen mit den bürokratischen Anforderungen der Behörden zu vereinbaren. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, sind es nicht nur die emotionalen Belastungen, sondern auch die rechtlichen Fragen, die die Pflege von Angehörigen herausfordernd machen. Pflegekräfte und Angehörige sollten daher gut über ihre Rechte informiert sein, um solche Situationen zu meistern. (Quelle: FAZ)
Pflegeversicherung und ePA: Experten diskutieren auf Hauptstadtkongress
Auf dem Hauptstadtkongress erörterten Experten innovative Ansätze für Pflegeversicherung und ePA und diskutierten deren Integration in Pflegeeinrichtungen.
Auf dem Hauptstadtkongress erörterten Experten innovative Ansätze für Pflegeversicherung und ePA und diskutierten deren Integration in Pflegeeinrichtungen.
Auf dem Hauptstadtkongress diskutierten Experten in einer Live-Session die dringenden Herausforderungen im Bereich der Pflegeversicherung und der elektronischen Patientenakte (ePA). Im Rahmen eines „Speed-Datings“ wurden kurze und prägnante Perspektiven zu diesen Themen vorgestellt. Der Fokus lag auf der Frage, ob die ePA im Versorgungsalltag der Pflegeeinrichtungen angekommen ist. Die Veranstaltung bot die Möglichkeit, in einem kompakten Format verschiedene Sichtweisen kennenzulernen und aktuelle Reformationsbedarfe in der Pflege zu erörtern. Die Quelle dieser Meldung ist die "Ärzte Zeitung".
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