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Pflegepolitik und Recht
28.03.2025
Brandenburgs Pflegeheime empört über Rettungseinsatz-Gebühren
Brandenburgs Pflegeheime entsetzt über Rettungseinsatz-Gebühren, die finanzielle Belastung für Einrichtungen und ihre Bewohner erhöhen. Spitzengespräch geplant.
Brandenburgs Pflegeheime entsetzt über Rettungseinsatz-Gebühren, die finanzielle Belastung für Einrichtungen und ihre Bewohner erhöhen. Spitzengespräch geplant.
Wohlfahrtsverbände in Brandenburg zeigen sich entsetzt über die aktuellen Zustände bei Rettungseinsätzen: Nach Anforderung eines Rettungswagens erhalten Pflegeheime und ähnliche Einrichtungen Gebührenbescheide. Andreas Kaczynski, Sprecher der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, bezeichnet dies als unhaltbar. Besonders anfällige Gruppen, wie Ältere oder Menschen mit Beeinträchtigungen, seien betroffen, da sie sich ärztliche Hilfe womöglich nicht leisten können. Die Verunsicherung durch unklare Kostenträger sei groß, so Kaczynski laut Ärzte Zeitung. Behörden sollen bereits erteilte Bescheide zurücknehmen. Ein Spitzengespräch mit Ministerpräsident Dietmar Woidke und Gesundheitsministerin Britta Müller ist für Freitag geplant, um diese Situation zu klären.
Nuvaxovid-Impfstoff ab 1. Mai 2025 nicht mehr verfügbar in Deutschland
Der Nuvaxovid-Impfstoff ist ab dem 1. Mai 2025 in Deutschland nicht mehr erhältlich, alle Restbestände sollen entsorgt werden. Alternativen stehen bereit.
Der Nuvaxovid-Impfstoff ist ab dem 1. Mai 2025 in Deutschland nicht mehr erhältlich, alle Restbestände sollen entsorgt werden. Alternativen stehen bereit.
Der proteinbasierte COVID-19-Impfstoff Nuvaxovid JN.1® wird ab dem 1. Mai 2025 in Deutschland nicht mehr verfügbar sein. Das berichtet die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in ihren Praxisnachrichten und beruft sich auf Informationen des Zentrums für Pandemie-Impfstoffe und -Therapeutika am Paul-Ehrlich-Institut (ZEPAI). Alle Chargen des Impfstoffs erreichen spätestens am 30. April das Ende ihrer Haltbarkeitsdauer. Eine weitere Verwendung des an die Omikron-Variante JN.1 angepassten Vakzins sei danach nicht mehr möglich, teilte ZEPAI mit. Eventuell noch vorhandene Dosen in Arztpraxen sollten fachgerecht entsorgt werden. Als Alternative steht weiterhin das Omikron-angepasste Impfstoffangebot von BioNTech/Pfizer bereit. Ob Nuvaxovid JN.1® in der Impfsaison 2025/2026 wieder zur Verfügung steht, ist noch unklar, meldet die Ärzte Zeitung.
Grippe-Impfung schützt auch Herz und Hirn, so Sanofi-Veranstaltung
Die Grippe-Impfung schützt nicht nur vor Influenza, sondern auch Herz und Hirn, erklärte eine Sanofi-Veranstaltung und erweitert damit den Nutzen der Impfung.
Die Grippe-Impfung schützt nicht nur vor Influenza, sondern auch Herz und Hirn, erklärte eine Sanofi-Veranstaltung und erweitert damit den Nutzen der Impfung.
Die Grippe-Impfung bietet laut einer Veranstaltung von Sanofi neben dem Schutz vor schweren Influenza-Erkrankungen auch Schutz für Herz und Hirn. Dies stellt einen wichtigen Punkt in der Gesundheitskommunikation dar, da der zusätzliche Schutz vor kardiovaskulären und zerebrovaskulären Erkrankungen eine bedeutende Ergänzung zum herkömmlichen Nutzen der Grippe-Impfung darstellt, so berichtet die "Ärzte Zeitung". Die Diskussion um die breite Anwendung und gezielte Empfehlungen der Grippe-Impfung, insbesondere für Risikogruppen, bleibt eine relevante Thematik innerhalb der medizinischen Gemeinschaft.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.03.2025
Union und SPD planen digitale Agentur für Fachkräfteeinwanderung
Union und SPD wollen mit einer digitalen Agentur die Fachkräfteeinwanderung vereinheitlichen und Prozesse optimieren. Dies zeigt die Einigkeit in den Koalitionsverhandlungen.
Union und SPD wollen mit einer digitalen Agentur die Fachkräfteeinwanderung vereinheitlichen und Prozesse optimieren. Dies zeigt die Einigkeit in den Koalitionsverhandlungen.
Union und SPD planen die Einrichtung einer digitalen Agentur für Fachkräfteeinwanderung, welche die Prozesse der Migration und die Anerkennung von Berufs- und Studienabschlüssen vereinheitlichen soll. Dies geht aus den aktuellen Koalitionsverhandlungen hervor, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Diese Agentur, aufgebaut mit der Mitwirkung der Bundesagentur für Arbeit, soll als einheitliche Ansprechpartnerin für ausländische Fachkräfte fungieren und bestehende Strukturen der Länder integrieren. Besonders beim Thema Fachkräftesicherung besteht zwischen den Koalitionären Einigkeit. Ferner gibt es Pläne, die Sozialwahlen zu modernisieren und online verfügbar zu machen sowie den Ü45-Check zur Prävention und Rehabilitation flächendeckend umzusetzen, um zielgenau Reha-Leistungen zu verteilen. Auch soll das Betriebliche Eingliederungsmanagement bekannter gemacht werden. In der 24-Stunden-Betreuung möchte man die Arbeitsbedingungen und Strukturen verbessern, wobei bereits frühere Pläne der Ampel-Koalition bisher nicht zur Umsetzung kamen.
Koalitionsgespräche: Milliarden für Gesundheit und Pflege geplant
Koalitionspläne: Union und SPD wollen über 60 Milliarden Euro in Gesundheit und Pflege investieren, doch es gibt Zweifel an der Umsetzbarkeit dieser Ambitionen.
Koalitionspläne: Union und SPD wollen über 60 Milliarden Euro in Gesundheit und Pflege investieren, doch es gibt Zweifel an der Umsetzbarkeit dieser Ambitionen.
In den aktuellen Koalitionsgesprächen zwischen Union und SPD zeichnen sich Zusatzausgaben von mehr als 60 Milliarden Euro für den Bereich Gesundheit und Pflege ab. Diese Pläne haben Besorgnis ausgelöst, insbesondere Kritikpunkte wurden laut, dass der ambitionierte Finanzplan als Wunschdenken abgetan wird. Die Arbeitsgruppe, die sich mit diesen Themen beschäftigt, hat vor, bis 2029 eine immense Summe für diese Sektoren bereitzustellen. Beobachter und Kritiker der Pläne äußern Zweifel an der Realisierbarkeit dieser Vorhaben. Die Ärzte Zeitung berichtet zudem, dass im Rahmen der Gespräche die Stärkung der Patientensteuerung und die Ausdehnung der Entbudgetierung bei Hausärzten diskutiert wird, was sowohl positive als auch negative Reaktionen unter den Ärzten hervorrief. Trotz der derzeitigen Kontroversen sind viele Vorschläge noch nicht in endgültige Abkommen gegossen. [Quelle: aerztezeitung.de]
Koalitionsgespräche: 60 Mrd. Euro für Gesundheit und Pflege geplant
In den Koalitionsgesprächen von Union und SPD stehen 60 Mrd. Euro für Gesundheit und Pflege zur Debatte, was teils auf Bedenken und Kritik stößt.
In den Koalitionsgesprächen von Union und SPD stehen 60 Mrd. Euro für Gesundheit und Pflege zur Debatte, was teils auf Bedenken und Kritik stößt.
In den aktuellen Koalitionsgesprächen zwischen der Union und der SPD zeichnen sich Zusatzausgaben von mehr als 60 Milliarden Euro für die Bereiche Gesundheit und Pflege ab, die bedeutende Besorgnis auslösen. Kritiker äußern Bedenken und betrachten die Pläne als Wunschdenken. Bis 2029 hat die zuständige Arbeitsgruppe vor, eine erhebliche finanzielle Summe zu investieren. Die Ärzte Zeitung berichtet, dass auf dem Fachärztetag das Papier der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit als Hauptgesprächsthema fungiert. SpiFa-Chef Dirk Heinrich erkennt ein "halbvolles Glas", sieht aber auch Erweiterungspotenziale. Parallel dazu vermisst G-BA-Vize Karin Maag notwendige Kostendämpfungsansätze, die in den geplanten Ausgaben von Bedeutung sein könnten. Dies verdeutlicht die aktuellen Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen, die von politischer und fachlicher Seite kritisch hinterfragt werden.
Experten warnen vor Finanzierungslücken im Pflegefall: Wenige Deutsche sind privat versichert, Belastungen steigen, Lösungen werden dringend gesucht.
Experten warnen vor Finanzierungslücken im Pflegefall: Wenige Deutsche sind privat versichert, Belastungen steigen, Lösungen werden dringend gesucht.
In Deutschland sind bislang nur wenige Menschen durch private Pflegezusatzversicherungen abgesichert, was im Pflegefall zu erheblichen Finanzierungslücken führen kann. Diese Lücken entstehen, da die gesetzliche Pflegeversicherung nicht alle Pflegeleistungen abdeckt, wodurch hohe Zuzahlungen erforderlich werden. Zur Jahreshälfte 2024 mussten pflegebedürftige Menschen im Schnitt 2.339 Euro monatlich für stationäre Pflegeleistungen aus eigener Tasche zahlen. Finanz-Experten wie Dietmar Haun vom Wissenschaftlichen Institut der AOK sehen in kapitalgedeckten Pflegezusatzversicherungen eine Möglichkeit, die Belastungen der sozialen Pflegeversicherung zu verringern und mehr Generationengerechtigkeit zu erreichen. Ein Vorschlag des Verbandes der privaten Krankenversicherungen sieht hierin eine Möglichkeit, die geburtenstarken Jahrgänge stärker in die Finanzierung einzubeziehen. Es wird diskutiert, in welchem Umfang Steuermittel zur Förderung solcher Versicherungen verwendet werden sollten, da derzeit vor allem wohlhabendere Gruppen über solche Absicherungen verfügen. Diese Thematik ist von großer Relevanz, insbesondere vor dem Hintergrund der finanziellen Herausforderungen für viele ältere Menschen und der fortschreitenden demografischen Entwicklungen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Junge unterschätzen Pflegerisiko: Diskussion um Pflegezusatzversicherung
Junge unterschätzen Pflegerisiko: Diskussion um teure Pflegezusatzversicherung. Hoher Aufwand für Sozialausgleich wird von Experten gefordert.
Junge unterschätzen Pflegerisiko: Diskussion um teure Pflegezusatzversicherung. Hoher Aufwand für Sozialausgleich wird von Experten gefordert.
Jüngere Menschen unterschätzen oft ihr Pflegerisiko. David Scheller-Kreinsen, stellvertretender Direktor des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), äußerte sich zu den Chancen und Hürden privater Pflegezusatzversicherungen (PZV). In der gesetzlichen Pflegeversicherung steigen die Ausgaben stärker als die Einnahmen, was Kritiker vor einer dramatischen Unterfinanzierung warnt. Beitragserhöhungen scheinen unvermeidbar. Trotz hoher finanzieller Belastungen bei stationärer Pflege schließen nur wenige eine PZV ab, die bisher vor allem ein Instrument wohlhabender Gruppen ist. Nur 5 Prozent der Bürger verfügen über eine solche Versicherung. Ein von der PKV geforderter Kontrahierungszwang mit Verzicht auf Gesundheitsprüfungen sowie portable Altersrückstellungen könnte eine sozialpolitisch wünschenswerte Abdeckung sichern. Scheller-Kreinsen verweist auf eine Studie, die besagt, dass ein vollständiger Sozialausgleich für PZV bei einem erheblichen finanziellen Aufwand bis zu sechs Milliarden Euro jährlich liegen könnte. Die Quelle dieser Informationen ist die Website der AOK.
Rekordhoch bei Fehltagen: 2024 verzeichnet die KKH 112 stressbedingte Krankheitstage pro 100 Arbeitnehmer und fordert dringende Maßnahmen zur Stressreduktion.
Rekordhoch bei Fehltagen: 2024 verzeichnet die KKH 112 stressbedingte Krankheitstage pro 100 Arbeitnehmer und fordert dringende Maßnahmen zur Stressreduktion.
Im Jahr 2024 wurden aufgrund akuter Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen 112 Fehltage auf 100 Arbeitnehmer registriert. Solch hohe Werte sind laut Kaufmännischer Krankenkasse (KKH) in der jüngeren Vergangenheit bislang nicht verzeichnet worden. Dieser Anstieg der krankheitsbedingten Abwesenheiten wird in der KKH vor allem mit zunehmendem Stress bei der Arbeit in Verbindung gebracht, berichtet die Ärzte Zeitung. Die jüngsten Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die wachsenden psychischen Belastungen am Arbeitsplatz und unterstreichen die Dringlichkeit, Maßnahmen zur Stressreduktion zu ergreifen, um das Wohlbefinden der Beschäftigten zu verbessern und die Anzahl der Krankentage zu reduzieren.
Phänotypisierung als Schlüssel gegen schmerzhafte Diabetes-Neuropathie
Phänotypisierung vor Therapie: Der Schlüssel zu wirksameren Behandlungen bei schmerzhafter Diabetes-Neuropathie, hebt die Ärzte Zeitung hervor.
Phänotypisierung vor Therapie: Der Schlüssel zu wirksameren Behandlungen bei schmerzhafter Diabetes-Neuropathie, hebt die Ärzte Zeitung hervor.
Eine leitliniengerechte Schmerztherapie zeigt bei lediglich einem von sieben Menschen mit schmerzhafter diabetischer Polyneuropathie befriedigende Wirksamkeit. Einen Ausweg bieten könnte eine Phänotypisierung im Vorfeld, um so zu einer individualisierten Schmerztherapie zu gelangen. Diesen Ansatz hebt die Ärzte Zeitung hervor und unterstreicht die Bedeutung differenzierter Behandlungsstrategien in der Therapie von Diabetes-Komplikationen. Eine genaue Phänotypisierung der Patienten könne dabei helfen, die Therapie gezielter und wirksamer zu gestalten, was den Behandlungserfolg erheblich verbessern könnte.
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