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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
03.11.2025
Brandenburgs Ärztemangel droht sich massiv zu verschärfen
Brandenburg steht vor einem akuten Ärztemangel: 400 offene Stellen und alternde Belegschaften gefährden die medizinische Versorgung, vor allem auf dem Land.
Brandenburg steht vor einem akuten Ärztemangel: 400 offene Stellen und alternde Belegschaften gefährden die medizinische Versorgung, vor allem auf dem Land.
In Brandenburg droht ein wachsender Mangel an Haus-, Fach- und Zahnärzten in den kommenden Jahren. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung sind aktuell 400 hausärztliche Stellen unbesetzt. Dies verschärft insbesondere die Versorgung auf dem Land. Ein Drittel der Hausärzte ist 60 Jahre oder älter, bei den Fachärzten sind es 29 Prozent. Neben dem Nachwuchsmangel wird als Hauptursache fehlende Ausbildungsmöglichkeiten im Land genannt. Bis 2030 wird erwartet, dass rund 40 Prozent der Zahnärzte ihre Tätigkeit beenden, so die Landeszahnärztekammer. Etwa die Hälfte der altershalber freigewordenen Zahnarztpraxen könnte unbesetzt bleiben, wodurch die Versorgung von 600.000 Menschen gefährdet ist, berichtet die Ärzte Zeitung. Ebenso betroffen sind Apotheken, für die es in Brandenburg kein eigenes Studium gibt.
Brandenburg droht ein Ärztemangel, da viele Haus- und Zahnärzte bald in Rente gehen. Dringend sind neue Ausbildungswege gefordert. (dpa)
Brandenburg droht ein Ärztemangel, da viele Haus- und Zahnärzte bald in Rente gehen. Dringend sind neue Ausbildungswege gefordert. (dpa)
Der Ärztemangel in Brandenburg verschärft sich zunehmend, wie die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg und die Landeszahnärztekammer warnen. In den nächsten fünf Jahren drohen vor allem bei Haus- und Zahnärzten erhebliche Versorgungslücken, da viele Ärzte in den Ruhestand gehen. Derzeit sind 400 hausärztliche Stellen unbesetzt. Ein Drittel der aktiven Hausärzte ist 60 Jahre oder älter. Auch die Zahnärzte bieten ein besorgniserregendes Bild: Rund 40 Prozent der heutigen Zahnärzte werden bis 2030 aus dem Beruf ausscheiden. Dr. Romy Ermler von der Landeszahnärztekammer sieht die Versorgung von etwa 600.000 Menschen in Gefahr. Beide Verbände fordern mehr Ausbildungsmöglichkeiten, um dem Nachwuchsmangel entgegenzuwirken. Die Apotheker in Brandenburg stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Im Bundesland gibt es, anders als in anderen Flächenländern, keine öffentliche Apotheker-Ausbildung, was die Lage weiter erschwert. (dpa)
Behandlungsfehler: Jeder fünfte Fall führt zu Patientenschaden
Jeder fünfte Behandlungsfehler führte 2024 zu Patientenschäden, wie die aktuelle MD Bund-Statistik zeigt. Operative Eingriffe sind besonders betroffen.
Jeder fünfte Behandlungsfehler führte 2024 zu Patientenschäden, wie die aktuelle MD Bund-Statistik zeigt. Operative Eingriffe sind besonders betroffen.
Laut der aktuellen Behandlungsfehlerstatistik des Medizinischen Dienstes Bund (MD Bund) wurden im Jahr 2024 insgesamt 12.304 Verdachtsfälle von Behandlungsfehlern geprüft. Die Gutachten bestätigten in 3.301 Fällen tatsächlich einen Fehler, bei dem die Patienten zu Schaden kamen. Auffallend ist, dass bei jedem fünften geprüften Fall ein direkter Zusammenhang zwischen Fehler und Schaden nachgewiesen werden konnte. Die Mehrheit der Beanstandungen konzentrierte sich auf Krankenhäuser, wobei operative Eingriffe am meisten betroffen waren. Der MD Bund spricht sich erneut für ein Meldesystem sogenannter "Never Events" aus – schwerwiegende Fehler, die bei optimalen Voraussetzungen eigentlich vermeidbar sind. Diese könnten durch ein sanktionsfreies Meldesystem besser dokumentiert werden, um die Patientensicherheit zu erhöhen. Die Zahlen der Statistik zeigen, dass trotz weniger erstellter Gutachten die Anzahl bestätigter Fehler gestiegen ist, was auf eine mögliche hohe Dunkelziffer hinweist.
Impfungen schützen Herz und mindern Risiko von Demenz und Infarkten
Impfungen gegen Grippe und Gürtelrose können Herzinfarkt- und Demenzrisiko senken, raten Experten. Besonders effektiv für Risikopatienten.
Impfungen gegen Grippe und Gürtelrose können Herzinfarkt- und Demenzrisiko senken, raten Experten. Besonders effektiv für Risikopatienten.
Impfungen gegen Influenza und Gürtelrose bieten weitreichende gesundheitliche Vorteile, indem sie nicht nur vor Infektionen, sondern auch vor Herzinfarkten und Demenzschäden schützen können, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Kardiologen in Europa befürworten, dass Patienten mit Herzinfarkt noch während ihres Krankenhausaufenthaltes gegen Influenza, Pneumokokken und Covid-19 geimpft werden. Besonders Menschen mit Übergewicht und erhöhten Cholesterin-, Blutzucker- oder Blutdruckwerten sollten präventiv geimpft werden. Eine Einschätzung der Herz-Kreislauf-Experten hebt hervor, dass Impfungen eine vernachlässigte, dennoch äußerst effektive Maßnahme zur Prävention von Herz- und Schlaganfällen darstellen. Sie sind kostengünstig, einfach umzusetzen und können erheblich zur Verringerung kardiovaskulärer Vorfälle beitragen.
Die ARD-Doku „Hirschhausen und das große Vergessen“ beleuchtet vielfältige Demenz-Risikofaktoren und zeigt präventive Ansätze zur Krankheitsbekämpfung.
Die ARD-Doku „Hirschhausen und das große Vergessen“ beleuchtet vielfältige Demenz-Risikofaktoren und zeigt präventive Ansätze zur Krankheitsbekämpfung.
In der ARD-Doku „Hirschhausen und das große Vergessen“ untersucht Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen die Hintergründe der Demenz-Erkrankung. Dabei stellt sich heraus, dass nicht nur genetische Faktoren eine Rolle spielen. Auch Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Bewegungsmangel könnten die Krankheit begünstigen. Ebenso sei soziale Isolation ein Risiko. Interessanterweise wird auch die Bedeutung der Bildung in der Kindheit betont. In der Doku wird unter anderem ein Fall von Sönke aus München vorgestellt, der bereits mit Ende 40 an Frontotemporaler Demenz erkrankte. Hoffnung macht die Forschung an einem Medikament, das den Verlauf der Erkrankung möglicherweise verlangsamen könnte. Auch die sogenannten Super-Ager, ältere Menschen mit einem herausragenden geistigen und körperlichen Zustand, zeigen, dass Reisen, Musizieren und ein aktiver Lebensstil das Demenzrisiko senken können. Vertreter dieser Gruppe, wie Willy aus Magdeburg, führen ein „stimulierendes Leben“ und sind beispielgebend für mögliche Präventionsweisen. (Quelle: F.A.Z.)
Karlsruher Urteil: Ärzte klagen gegen Triage-Regel im Infektionsschutzgesetz
Ärzte klagen gegen Triage-Regel: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet am 4. November über eine Beschwerde zur Triage im Infektionsschutzgesetz.
Ärzte klagen gegen Triage-Regel: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet am 4. November über eine Beschwerde zur Triage im Infektionsschutzgesetz.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird am 4. November eine Entscheidung über eine Beschwerde gegen das Infektionsschutzgesetz des Bundes bekanntgeben, berichtet die "Ärzte Zeitung". Die Beschwerde wurde im Dezember 2023 von 14 Intensiv- und Notfallmedizinern eingereicht und vom Ärzteverband Marburger Bund unterstützt. Sie richtet sich gegen die Triage-Regel im Gesetz, die bei Engpässen Medizinern Entscheidungen abverlangt, die im Widerspruch zu ihrem beruflichen Selbstverständnis stehen könnten. Die Regel zwingt sie, Reihenfolgen bei der Behandlung festzulegen, falls Ressourcen knapp sind. Kritisiert wird ebenfalls das Verbot der Ex-post-Triage, das verhindert, dass eine begonnene Behandlung zugunsten eines anderen Patienten abgebrochen wird, der möglicherweise bessere Überlebenschancen hat. Der Marburger Bund sieht darin einen Konflikt mit dem ärztlichen Berufsethos, da es die Möglichkeit einschränkt, die größtmögliche Zahl an Menschen zu retten. (Quelle: aerztezeitung.de)
EMA warnt: Lebensgefahr durch falsche Gabe von Tranexamsäure injizierbar
Die EMA warnt vor lebensbedrohlichen Folgen bei falscher Verabreichung von Tranexamsäure: Nur intravenöse Anwendung ist sicher. Verbesserte Kennzeichnung gefordert.
Die EMA warnt vor lebensbedrohlichen Folgen bei falscher Verabreichung von Tranexamsäure: Nur intravenöse Anwendung ist sicher. Verbesserte Kennzeichnung gefordert.
Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz der Europäischen Arzneimittel-Agentur warnt davor, Tranexamsäure injizierbar falsch zu verabreichen. In Berichten aus der EU kam es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, da das Medikament versehentlich intrathekal und nicht intravenös verabreicht wurde. Dies führte zu starken Schmerzen, Krampfanfällen und Herzrhythmusstörungen; in einigen Fällen endeten diese fatal. Tranexamsäure, ein Antifibrinolytikum zur Blutungsbehandlung, darf ausschließlich intravenös verabreicht werden, betont der PRAC. Um Medikationsfehler zu verhindern, sollen Gesundheitsberufe Maßnahmen gegen Verwechslungen mit ähnlichen injizierbaren Arzneimitteln wie Lokalanästhetika treffen. Es wird eine klare Kennzeichnung mit „Nur zur intravenösen Anwendung“ empfohlen. Produktinformationen werden aktualisiert, um die Risiken zu verdeutlichen. Diese Information stammt aus der „Ärzte Zeitung“.
Nuvaxovid JN.1: Neuer COVID-19-Impfstoff ab 17. November in Praxen
Ab 17. November können Praxen den neuen Nuvaxovid JN.1 COVID-19-Impfstoff als fertige Spritze bestellen. Geeignet ab 12 Jahren, kostenübernommen durch den Bund.
Ab 17. November können Praxen den neuen Nuvaxovid JN.1 COVID-19-Impfstoff als fertige Spritze bestellen. Geeignet ab 12 Jahren, kostenübernommen durch den Bund.
Ab Mitte November wird der COVID-19-Impfstoff Nuvaxovid in der Variantenanpassung JN.1 als fertige Spritze verfügbar sein. Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) können Arztpraxen den proteinbasierten Impfstoff demnächst bestellen. Die Lieferung der ersten Einheiten an Praxen ist für den 17. November vorgesehen, so das Paul-Ehrlich-Institut. Nuvaxovid JN.1 ist für Personen ab 12 Jahren zugelassen und kann für die Grundimmunisierung und Auffrischimpfungen verwendet werden. Das Zentrum für Pandemie-Impfstoffe und -Therapeutika am Paul-Ehrlich-Institut ergänzte, dass das Vakzin als Fertigspritze ohne Nadel angeboten wird. Ähnlich wie von der Ärztezeitung berichtet, können Ärztinnen und Ärzte die Fertigspritzen bis zum 11. November bestellen. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund, wobei Praxen die Nadeln über Apotheken beziehen sollen.
Verfallsdatum erreicht: Comirnaty JN.1-Impfstoff ab Dezember unbrauchbar
Ab Dezember nicht mehr verwendbar: Der Comirnaty JN.1-Impfstoff erreicht sein Verfallsdatum. Praxen müssen Restbestände bis 30. November entsorgen.
Ab Dezember nicht mehr verwendbar: Der Comirnaty JN.1-Impfstoff erreicht sein Verfallsdatum. Praxen müssen Restbestände bis 30. November entsorgen.
Der Impfstoff Comirnaty JN.1, der an die Omikron-Variante angepasst ist, darf ab Dezember nicht mehr verwendet werden, da alle ausgelieferten Chargen spätestens am 30. November ihr Verfallsdatum erreichen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat in ihren Praxisnachrichten darauf hingewiesen, basierend auf Informationen vom Zentrum für Pandemie-Impfstoffe und -Therapeutika am Paul-Ehrlich-Institut. Nach dem 30. November müssen Praxen verbliebene Dosen fachgerecht entsorgen. Ab Dezember wird Comirnaty JN.1 nicht mehr zur Verfügung stehen. Derweis an die Variante LP.8.1 angepasste Comirnaty-Impfstoff ist weiterhin verfügbar, und der an die Variante JN.1 angepasste proteinbasierte Impfstoff Nuvaxovid wird ab Mitte November bestellbar sein. Diese Informationen wurden von der Ärzte Zeitung zitiert.
Inflation frisst Ersparnisse: Experten raten zu kluger Anlagestrategie
Experten raten zu cleveren Investitionen, da Inflation Ersparnisse aufzehrt. Breit gestreutes Anlegen schützt vor Kaufkraftverlust.
Experten raten zu cleveren Investitionen, da Inflation Ersparnisse aufzehrt. Breit gestreutes Anlegen schützt vor Kaufkraftverlust.
Wer sein Geld lediglich als Tagesgeld oder auf dem Sparbuch parkt, schützt es nicht – im Gegenteil. Ohne breit gestreutes Investieren ist der Wertverlust durch die Inflation absehbar, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Die Notwendigkeit einer durchdachten Anlagestrategie gewinnt angesichts steigender Lebenshaltungskosten immer mehr an Bedeutung. Verantwortungsbewusstes Investment muss nicht weniger Rendite bedeuten, erläuterte Timo Steinbusch von der ApoBank in einem kürzlich veröffentlichten Bericht. Anleger sollten die vielfältigen Möglichkeiten nutzen, um ihr Vermögen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten zu sichern und gegen Kaufkraftverluste abzusichern. Der vollständige Beitrag ist auf aerztezeitung.de zu finden.
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