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Pflegepolitik und Recht
11.06.2026
Hamburger Sozialgericht: Vorrang niedergelassener Ärzte vor Geriatrie-Ambulanzen
Das Sozialgericht Hamburg betont den Vorrang niedergelassener Ärzte vor Geriatrie-Ambulanzen, indem es die Ermächtigungspraxis streng reguliert.
Das Sozialgericht Hamburg betont den Vorrang niedergelassener Ärzte vor Geriatrie-Ambulanzen, indem es die Ermächtigungspraxis streng reguliert.
Das Sozialgericht Hamburg hat klargestellt, dass geriatrische Institutsambulanzen erst dann zum Einsatz kommen, wenn niedergelassene Vertragsärzte den Bedarf nicht vollständig decken können. Daher darf eine Kassenärztliche Vereinigung (KV) einem Krankenhaus die Ermächtigung zu einer solchen Ambulanz verweigern. Dies unterstreicht den Nachrang der Institutsambulanzen gegenüber der Versorgung durch niedergelassene Ärzte. Die Entscheidung des Gerichts hat weitreichende Folgen für die Struktur und Planung der geriatrischen Versorgung, insbesondere in Bezug auf die Ressourcenverteilung und Ermächtigungspraxis von Krankenhäusern. Quelle: aerztezeitung.de.
Deutsches Bündnis fordert verbindlichen Hitzeschutz bei Extremwetter
Ein Bündnis aus über 150 Organisationen fordert verbindlichen Hitzeschutz in Deutschland, um Leben zu schützen und wirtschaftliche Verluste zu vermeiden.
Ein Bündnis aus über 150 Organisationen fordert verbindlichen Hitzeschutz in Deutschland, um Leben zu schützen und wirtschaftliche Verluste zu vermeiden.
Deutschland ist auf die Risiken von längeren Hitzeperioden unzureichend vorbereitet, was sowohl Menschenleben als auch beträchtliche wirtschaftliche Kosten zur Folge hat. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung warnt ein Bündnis von über 150 Organisationen aus den Bereichen Gesundheit, Pflege, Soziales und Klimaschutz, dass allein Hitzewarnungen und Empfehlungen nicht ausreichen; es sei ein verbindlicher Hitzeschutz erforderlich. Die Bundesärztekammer, der Pflegerat und andere Organisationen fordern, dass Hitzeschutz Teil des Katastrophenschutzes wird. Die extreme Hitze hat in den letzten Jahren mehr Todesfälle verursacht als andere Extremwetterereignisse, und die Wirtschaft könnte 131 Milliarden Dollar Verlust erleiden, wenn die Hitzewellen des letzten Jahrzehnts sich wiederholen, berichtet das Blatt.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
11.06.2026
Dr. Sonja Optendrenk wird neue Vorsitzende des G-BA
Dr. Sonja Optendrenk soll die Spitze des G-BA übernehmen. Der Gesundheitsausschuss hat ihr bereits zugestimmt.
Dr. Sonja Optendrenk soll die Spitze des G-BA übernehmen. Der Gesundheitsausschuss hat ihr bereits zugestimmt.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) steht vor einer bedeutenden Neubesetzung: Dr. Sonja Optendrenk, CDU-Politikerin und Volkswirtin, ist voraussichtlich die nächste Vorsitzende des Gremiums. Der Gesundheitsausschuss hat ihr bereits grünes Licht gegeben, was den Weg für ihre Ernennung ebnet. Quelle: aerztezeitung.de.
Ex-Präsident des BSG: GKV-Sparpaket verfassungswidrig und belastend
Der Ex-Präsident des BSG, Rainer Schlegel, kritisiert das GKV-Sparpaket als verfassungswidrig und belastend für Krankenkassen und Versicherte.
Der Ex-Präsident des BSG, Rainer Schlegel, kritisiert das GKV-Sparpaket als verfassungswidrig und belastend für Krankenkassen und Versicherte.
Der frühere Präsident des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel, hält die Kürzung des Bundeszuschusses für die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Sparpakets für verfassungswidrig, berichtet die 'Ärzte Zeitung'. Schlegel argumentiert, dass der Bund systematisch die Gesundheitskosten für Bürgergeldbezieher unterfinanziere, wodurch den Krankenkassen erhebliche Mittel entzogen würden. Susanne Wagenmann vom GKV-Spitzenverband kritisierte, dass die Kürzung des allgemeinen Bundeszuschusses auf 12,5 Milliarden Euro die gesetzlich Versicherten und deren Arbeitgeber belaste. Die Finanzkommission Gesundheit hatte die jährlichen Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger auf zwölf Milliarden Euro geschätzt, während der Erstattungsbetrag durch den Bund pro Bürgergeldempfänger deutlich darunter liege. Dies führe zu höheren Arbeitskosten und weniger Netto vom Brutto für Arbeitnehmer. Die Bundesregierung wisse um die Verfassungswidrigkeit ihres Vorgehens, so Schlegel weiter, und Krankenkassen haben bereits Klagen eingereicht.
DiGA-Bericht: Experten fordern bessere Preisregulierung und Evidenznachweise
Experten verlangen strengere Preisregulierung und Evidenznachweise für Digitale Gesundheitsanwendungen, zeigt der aktuelle DiGA-Bericht des GKV-Spitzenverbandes.
Experten verlangen strengere Preisregulierung und Evidenznachweise für Digitale Gesundheitsanwendungen, zeigt der aktuelle DiGA-Bericht des GKV-Spitzenverbandes.
Der jüngste DiGA-Bericht des GKV-Spitzenverbandes wirft ein kritisches Licht auf Digitale Gesundheitsanwendungen. Laut Gastautor Professor Stephan Martin, der in der "Ärzte Zeitung" zitiert wird, besteht Handlungsbedarf in Bezug auf Preisregulierung und Evidenznachweise dieser Anwendungen. Der Bericht zeigt ein Defizit an strengen Preisvorgaben und einer umfassenden Evidenzbasis auf, die für eine fundierte Bewertung und Nutzung dieser digitalen Lösungen wesentlich sind. Die Forderung nach strikteren Regeln sowohl im preislichen als auch im evidenzbasierten Bereich wird durch die aktuellen Ergebnisse als nachvollziehbar unterstrichen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
10.06.2026
Stille Einigung: Ärzte an Unikliniken erhalten 5,4% Gehaltserhöhung
Ärzte an landeseigenen Unikliniken erhalten nach stillen Verhandlungen eine Gehaltserhöhung von 5,4%, vereinbart in zwei Stufen durch den Marburger Bund.
Ärzte an landeseigenen Unikliniken erhalten nach stillen Verhandlungen eine Gehaltserhöhung von 5,4%, vereinbart in zwei Stufen durch den Marburger Bund.
Vergleichsweise geräuschlos haben der Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft der Länder ihre Gehaltsverhandlungen für Ärzte an landeseigenen Unikliniken in der dritten Sitzung zum Abschluss gebracht. Der Abschluss fiel jedoch keineswegs üppig aus. Laut aerztezeitung.de wurde eine zweistufige Gehaltserhöhung vereinbart, die eine Steigerung von insgesamt 5,4 Prozent vorsieht. Dieses Ergebnis betrifft insbesondere Ärztinnen und Ärzte, die in landeseigenen Universitätskliniken tätig sind. Die Verhandlungen verliefen damit ruhiger als in vorherigen Tarifrunden, aber das Ergebnis spiegelt dennoch die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen wider.
Colchicin senkt Risiko nach Infarkt: Studie zeigt signifikante Wirkung
Colchicin reduziert signifikant kardiale Ereignisse nach Infarkt, wie die COLCOT-Studie zeigt.
Colchicin reduziert signifikant kardiale Ereignisse nach Infarkt, wie die COLCOT-Studie zeigt.
Nach einem akuten Myokardinfarkt erhöht eine kardiovaskuläre Inflammation das Risiko für erneute Ereignisse, unabhängig von klassischen Risikofaktoren. Die Bedeutung dieser Inflammation als Treiber der Atherosklerose wurde in der COLCOT-Studie aufgezeigt, bei der Post-Infarkt-Patienten behandelt wurden. Hierbei zeigte sich, dass eine Ergänzung der Standardprophylaxe um niedrigdosiertes Colchicin mit einer signifikanten Reduktion schwerwiegender kardialer Ereignisse assoziiert war, berichtet die „Ärzte Zeitung“.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.06.2026
Klimawandel: Gesundheitssystem vor Herausforderungen durch Hitzewellen
Der Klimawandel stellt unser Gesundheitssystem vor große Herausforderungen: Hitze als gravierendes Risiko erfordert dringend Anpassungsmaßnahmen.
Der Klimawandel stellt unser Gesundheitssystem vor große Herausforderungen: Hitze als gravierendes Risiko erfordert dringend Anpassungsmaßnahmen.
Die Ärzteschaft zeigt sich angesichts der zunehmenden Hitzewellen alarmiert, da das Gesundheitssystem dem Klimawandel schutzlos ausgesetzt ist. Laut BÄK-Präsident Klaus Reinhardt gehört die Hitze zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken, und die Gesundheitseinrichtungen sind nur unzureichend vorbereitet. Diese Warnung hebt die dringende Notwendigkeit hervor, Maßnahmen zur Anpassung des Gesundheitssystems an die klimatischen Veränderungen zu ergreifen. Das vollständige Ausmaß der Herausforderung und mögliche Strategien zur Bewältigung der drohenden Gesundheitsrisiken werden von Experten diskutiert. Die Quelle hierfür ist die "Ärztezeitung" (aerztezeitung.de).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
09.06.2026
Unternehmen befürchten Klagerisiken wegen EU-Richtlinien zur Lohngleichheit
Unternehmen in Deutschland sehen sich durch die EU-Richtlinie zur Lohngleichheit erhöhten Klagerisiken ausgesetzt, da deren nationale Umsetzung noch aussteht.
Unternehmen in Deutschland sehen sich durch die EU-Richtlinie zur Lohngleichheit erhöhten Klagerisiken ausgesetzt, da deren nationale Umsetzung noch aussteht.
Seit dem Ende der Frist zur Umsetzung der neuen EU-Richtlinie zur Lohndiskriminierung drohen Unternehmen verstärkt Klagerisiken. In Deutschland hat die Regierung die Frist zur Umsetzung der Vorgaben versäumt, während die Debatte um das nationale Umsetzungsgesetz weitergeht. Die Richtlinie fordert nicht nur Transparenz, sondern setzt auch inhaltliche Kriterien für „gleichwertige“ Arbeit fest, deren Auslegung Konfliktpotenzial birgt. Kritik kommt vor allem deshalb auf, weil Unternehmen gezwungen sind, sich auf höhere Klagerisiken wegen angeblich diskriminierender Entlohnung einzustellen. Die Tendenz des Bundesarbeitsgerichts, den Handlungsspielraum der Arbeitgeber bei Lohnverhandlungen einzuschränken, verschärft die Situation zusätzlich. Besonders kritisch wäre die Anwendung dieser Transparenzregelungen auf Tarifverträge, was die grundgesetzlich geschützte Tarifautonomie bedrohen könnte, so die Analyse in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
09.06.2026
AOK fordert Qualitätssicherung und Reform in der Heilmittelversorgung
AOK drängt auf Reform der Heilmittelversorgung, um Qualitätsmängel bei Physiotherapeuten & Co. zu beheben, aber Koalition hat keine klare Strategie.
AOK drängt auf Reform der Heilmittelversorgung, um Qualitätsmängel bei Physiotherapeuten & Co. zu beheben, aber Koalition hat keine klare Strategie.
Der AOK-Bundesverband drängt auf eine Qualitätssicherung in der Heilmittelversorgung, da es trotz steigender Ausgaben an einer klaren Qualitätsübersicht in der Versorgung durch Physiotherapeuten und vergleichbare Berufe mangelt. Eine Ausbildungsreform könnte hier ansetzen, jedoch fehlt der aktuellen Koalition eine klare Strategie in diesem Bereich, berichtet die Ärzte Zeitung.
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