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Pflegepolitik und Recht
04.02.2025
Deutscher Pflegerat fordert stärkere Rolle der Pflege in Politik
Der Deutsche Pflegerat fordert eine stärkere politische Stimme für die Pflege und drängt auf die Reaktivierung des Pflegekompetenzgesetzes.
Der Deutsche Pflegerat fordert eine stärkere politische Stimme für die Pflege und drängt auf die Reaktivierung des Pflegekompetenzgesetzes.
Trotz des Scheiterns des Pflegekompetenzgesetzes bleibt die größte Berufsgruppe im deutschen Gesundheitssystem, die Pflegeprofession, kämpferisch. Der Deutsche Pflegerat forderte die nächste Bundesregierung auf, die Rolle der Pflege in der Versorgung und Selbstverwaltung zu stärken. Die Präsidentin des Pflegerats, Christine Vogler, betonte, dass eine starke Pflegeprofession unerlässlich für eine sichere Patientenversorgung sei. Neben der Reaktivierung des Pflegekompetenzgesetzes fordert der Pflegerat einen festen Platz inklusive Stimmrecht im Gemeinsamen Bundesausschuss. Der Appell des Rates beinhaltet auch die Schaffung flächendeckender Pflegekammern. Darüber hinaus setzt sich der Pflegerat für eine stärkere Gewichtung präventiver und gemeindenaher Versorgungsansätze ein, beispielsweise durch Primärversorgungszentren, die von Community Health Nurses geleitet werden sollen. Quelle: Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
04.02.2025
Neue Leitung für Nationale Versorgungsleitlinien: Zi übernimmt Koordination
Das Zi übernimmt künftig die Koordination der Nationalen Versorgungsleitlinien, gemeinsam mit dem IMWi, und sichert das NVL-Programm in Zusammenarbeit mit der AWMF.
Das Zi übernimmt künftig die Koordination der Nationalen Versorgungsleitlinien, gemeinsam mit dem IMWi, und sichert das NVL-Programm in Zusammenarbeit mit der AWMF.
Vor einigen Monaten deutete es sich bereits an, nun ist es offiziell: Die Nationalen Versorgungsleitlinien (NVL) werden künftig vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) koordiniert und redaktionell betreut, wie auf aerzteblatt.de zu lesen ist. Diese Zusammenarbeit erfolgt mit dem Institut für Medizinisches Wissensmanagement (IMWi) der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Die Herausgeberschaft wird gemeinsam wahrgenommen. Zuvor war das NVL-Programm beim Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) angesiedelt, das zum 31. Dezember 2024 aufgelöst wurde. Sorgen über die Zukunft des NVL-Programms führten zu intensiven Bemühungen, es neu aufzustellen. Nun ist der Verbleib des Programms in den Händen der AWMF und der ärztlichen Selbstverwaltung gesichert, und das Zi übernimmt die operative Umsetzung, sobald alle rechtlichen Fragen geklärt sind. Die Finanzierung übernehmen das Zi und die AWMF, unterstützt von der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.
Wirksamkeit von Diabetes-Medikamenten variiert im Alter, nicht im Geschlecht
Alter beeinflusst die Wirksamkeit von Diabetes-Medikamenten SGLT2 und GLP1, Geschlecht bleibt irrelevant, zeigt eine schottische Studie. Wichtiger Impuls für die Geriatrie.
Alter beeinflusst die Wirksamkeit von Diabetes-Medikamenten SGLT2 und GLP1, Geschlecht bleibt irrelevant, zeigt eine schottische Studie. Wichtiger Impuls für die Geriatrie.
Das Alter beeinflusst bei Menschen mit Typ-2-Diabetes offenbar die Wirksamkeit von SGLT2-Inhibitoren und GLP1-Rezeptoragonisten. Nach einer Untersuchung aus Schottland spielt dabei das Geschlecht keine Rolle. Diese Erkenntnisse könnten wichtige Implikationen für die personalisierte Medizin und die Therapieansätze für ältere Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 haben. Die Studie, auf die sich die Ärzte Zeitung bezieht, unterstreicht die Notwendigkeit, altersangepasste Behandlungsstrategien zu entwickeln, um die Effektivität der Medikamente zu maximieren und mögliche Risiken zu minimieren.
Merz: Finanzielle Anreize für mehr Nutzung der elektronischen Patientenakte
Merz fordert finanzielle Anreize zur Nutzung der ePA, um Effizienz im Gesundheitssystem zu steigern und Beitragskosten für Versicherte zu senken.
Merz fordert finanzielle Anreize zur Nutzung der ePA, um Effizienz im Gesundheitssystem zu steigern und Beitragskosten für Versicherte zu senken.
CDU-Chef Friedrich Merz fordert mehr finanzielle Anreize für die Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA). Laut Merz könnte ein ökonomischer Anreiz helfen, das Gesundheitssystem effizienter zu gestalten. Versicherte sollten überlegen, Datenschutzbedenken zurückzustellen und die ePA umfassend zu nutzen. „Wenn ja, würden sie zum Beispiel zehn Prozent niedrigere Krankenversicherungsbeiträge zahlen“, so Merz. Dies würde die Datennutzung in den Vordergrund rücken und das Gesundheitssystem moderner aufstellen. Das Deutsche Ärzteblatt berichtet weiter, dass die Gematik Vorwürfe wegen Sicherheitslücken in der ePA zurückwies.
Bundesrat fordert Überarbeitung des Gesetzentwurfs zur Suizidprävention
Der Bundesrat fordert mehr Zeit für Beratungen und bessere Vernetzung im Gesetzentwurf zur Suizidprävention, um lokale Strukturen ausreichend zu berücksichtigen.
Der Bundesrat fordert mehr Zeit für Beratungen und bessere Vernetzung im Gesetzentwurf zur Suizidprävention, um lokale Strukturen ausreichend zu berücksichtigen.
Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats hat kritisiert, dass der Gesetzentwurf zur Suizidprävention stark überarbeitet werden muss. Aus Sicht der Kammer sind für eine wirksame Prävention mehr Zeit für Beratungen und eine bessere Vernetzung mit den bestehenden Landesangeboten notwendig. Der Entwurf des Bundes wird als unzureichend mit den bestehenden Strukturen abgestimmt betrachtet, so die Experten der Länder. Diese Einschätzung unterstreicht die Notwendigkeit, lokale Gegebenheiten stärker in den Gesetzgebungsprozess einzubeziehen, wie aus einem Bericht der Ärzte Zeitung hervorgeht.
Sicherheitsbedenken bei elektronischer Patientenakte sorgen für Debatte
Debatte um ePA: Sicherheitsbedenken und mögliche Risiken durch Datenzugriff sorgen für politische Kontroversen im Bundestag.
Debatte um ePA: Sicherheitsbedenken und mögliche Risiken durch Datenzugriff sorgen für politische Kontroversen im Bundestag.
Sicherheitsbedenken bei der elektronischen Patientenakte „ePA“ sind Gegenstand einer Kleinen Anfrage (20/14674) der Gruppe Die Linke im Deutschen Bundestag. Mit Einführung des opt-out-Verfahrens wird allen gesetzlich Versicherten eine ePA zugewiesen, die verpflichtend mit Behandlungsdaten gefüllt werden muss. Diese Daten könnten nach Genehmigung auch von kommerziellen Unternehmen für Forschungs- und andere Zwecke genutzt werden. Ein Widerspruch der Versicherten ist erforderlich, um dies zu verhindern. Sicherheitsforscher, die beim Chaos Computer Club (CCC) im Dezember 2024 referierten, hätten das Sicherheitsversprechen der ePA in Frage gestellt. Die Abgeordneten erkundigen sich nun bei der Bundesregierung, welche der aufgezeigten Sicherheitsmängel vor dem geplanten Start der „ePA für Alle“ behoben werden könnten.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
03.02.2025
Hohe Arbeitsbelastung: Mehrheit arbeitet trotz Krankheit weiter
Laut DGB-Umfrage arbeiten 63 % der Arbeitnehmer trotz Krankheit, besonders betroffen sind Berufe im sozialen und kulturellen Bereich. Hauptgründe: Jobangst, Belastung.
Laut DGB-Umfrage arbeiten 63 % der Arbeitnehmer trotz Krankheit, besonders betroffen sind Berufe im sozialen und kulturellen Bereich. Hauptgründe: Jobangst, Belastung.
Die Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland ist im vergangenen Jahr laut einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) trotz Krankheit zur Arbeit erschienen. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten gaben an, mindestens einen Tag gearbeitet zu haben, obwohl sie sich krank fühlten. Besonders betroffen sind dabei Personen in Reinigungsberufen sowie in sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen, mit 76 bis 77 Prozent der Befragten, die krank gearbeitet haben. Hauptgründe dafür seien die Sorge um den Arbeitsplatz, hohe Arbeitsbelastung und schlechtes Betriebsklima. Frauen geben an, öfter krank zur Arbeit zu gehen als Männer. Die Umfrage basiert auf Daten des DGB-Index "Gute Arbeit", bei dem knapp 7.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt wurden. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
03.02.2025
NVL-Leitlinien künftig vom Zi betreut: Neustrukturierung beschlossen
NVL-Leitlinien wechseln zum Zi: Nach monatelangen Verhandlungen wird das Zentralinstitut künftig die Betreuung übernehmen und so Qualitätssicherung sichern.
NVL-Leitlinien wechseln zum Zi: Nach monatelangen Verhandlungen wird das Zentralinstitut künftig die Betreuung übernehmen und so Qualitätssicherung sichern.
Nach monatelangen Verhandlungen steht fest, dass die Nationalen VersorgungsLeitlinien (NVL) nach dem Ende des ÄZQ eine neue Heimat finden: Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) soll künftig die Leitlinien betreuen. Trotz dieser Einigung sind noch letzte Details zu klären, berichtet die "Ärzte Zeitung". Die Neustrukturierung der Leitlinien ist von Bedeutung für die Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen. Die Nachricht wird sowohl von Fachkräften im Gesundheitswesen als auch von Führungskräften von Pflegeeinrichtungen mit Interesse verfolgt. Die Umstellung zielt darauf ab, die Leitlinien weiterhin effektiv und auf dem neuesten Stand der Medizin zu halten.
EU beschränkt riskante KI: Verbot gegen Social Scoring und Gesichtserkennung
Die EU verbietet Social Scoring und schränkt Gesichtserkennung ein, um KI-Risiken zu mindern und Verbraucherrechte zu schützen.
Die EU verbietet Social Scoring und schränkt Gesichtserkennung ein, um KI-Risiken zu mindern und Verbraucherrechte zu schützen.
In der Europäischen Union sind neue Regeln für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in Kraft getreten, berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Das KI-Gesetz verbietet KI-Systeme, die unannehmbare Risiken für Sicherheit, Gesundheit oder Grundrechte darstellen, es sei denn, es geht um nationale Sicherheit. Programme zur sozialen Bewertung, insbesondere das Social Scoring wie in China, sind untersagt, ebenso wie Emotionserkennung am Arbeitsplatz und manipulative KI-Systeme, die betrügerisch handeln. Auch Gesichtserkennung im öffentlichen Raum ist grundsätzlich verboten, jedoch mit Ausnahmen für Polizeibehörden zur Verfolgung schwerer Straftaten. Unternehmen müssen ihre KI-Systeme nach Risiko bewerten und Maßnahmen ergreifen, um den neuen gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Die europäische Verordnung soll Verbraucherrechte schützen und sicherstellen, dass KI verantwortungsvoll eingesetzt wird. Kritiker bemängeln, dass das Gesetz keine ausreichende Rechtssicherheit bietet, während die Wettbewerbsfähigkeit Europas in Frage steht.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
03.02.2025
Anstieg der Diabetes-Fallzahlen: RKI mahnt bessere Versorgung an
RKI fordert bessere Diabetes-Versorgung: Prognosen zeigen Anstieg der Fallzahlen, Versorgung und Qualität müssen dringend verbessert werden, so die Bundesregierung.
RKI fordert bessere Diabetes-Versorgung: Prognosen zeigen Anstieg der Fallzahlen, Versorgung und Qualität müssen dringend verbessert werden, so die Bundesregierung.
Wissenschaftliche Prognosen weisen nach den Angaben der Bundesregierung auf einen Anstieg der Diabetes-Fallzahlen in den kommenden Jahrzehnten hin. Die Prognosen unterscheiden sich je nach Szenario zur Entwicklung von Inzidenz und Sterblichkeit zum Teil erheblich, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Unionsfraktion. Das Robert Koch-Institut (RKI) bewertet den voraussichtlichen Versorgungsbedarf als steigend, jedoch nicht verlässlich quantifizierbar. Gleichzeitig müsse die Versorgungsqualität weiter verbessert werden, berichtet der Deutsche Bundestag.
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