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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
18.03.2025
Umfrage zeigt Trend zu partizipativem Führungsstil in Praxen
Umfrage der Ärzte Zeitung: Partizipativer Führungsstil gewinnt bei medizinischen Praxen an Beliebtheit, während autoritärer Ansatz deutlich an Zustimmung verliert.
Umfrage der Ärzte Zeitung: Partizipativer Führungsstil gewinnt bei medizinischen Praxen an Beliebtheit, während autoritärer Ansatz deutlich an Zustimmung verliert.
In einer jüngsten Umfrage der Ärzte Zeitung, durchgeführt vom 9. bis 15. März, stimmten 278 Leserinnen und Leser über den bevorzugten Führungsstil in der Praxis ab. Das Ergebnis zeigt, dass der traditionelle autoritäre Führungsstil deutlich an Beliebtheit verliert. Nur vier Prozent der Befragten sprachen sich für diesen Führungsstil aus. Während zwei Prozent den laissez-fairen Ansatz bevorzugen, plädierten 58 Prozent für einen partizipativen Führungsstil. Weitere 22 Prozent gaben an, dass sie eine freundschaftlich-lockere Herangehensweise bevorzugen. Schließlich sind 14 Prozent der Meinung, dass es keinen optimalen Führungsstil gibt. Diese Ergebnisse spiegeln eine Tendenz zu mehr Mitbestimmung und kollegialer Führung in medizinischen Praxen wider, wie aus der Erhebung der Ärzte Zeitung hervorgeht.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
18.03.2025
Brandenburg plant umfassende Gesundheitsreform für bessere Versorgung
Brandenburg kündigt umfassende Gesundheitsreform an, um die Versorgung zu sichern und Fachkräfte zu entlasten. Reformstart mit Regionalkonferenzen diskutiert.
Brandenburg kündigt umfassende Gesundheitsreform an, um die Versorgung zu sichern und Fachkräfte zu entlasten. Reformstart mit Regionalkonferenzen diskutiert.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller hat in einer Pressekonferenz in Potsdam angekündigt, dass das Bundesland umfangreiche Reformen im Gesundheitswesen plant. Laut der Ärzte Zeitung betonte sie, dass eine grundlegende Reform des Systems dringend notwendig sei, um die flächendeckende Versorgung zu sichern. Ein "Weiter so" könne es nicht geben, da dies die Fachkräfte übermäßig belasten und die Krankenkassen-Beiträge stark erhöhen würde. Die Reformen sollen die Konzentration komplexer Leistungen umfassen und mehr Kooperationen fördern. Zudem sollen einzelne kleinere Kliniken in Medizinische Versorgungszentren umgewandelt werden. Der Startschuss für die entsprechenden Regionalkonferenzen fiel bereits am 18. März, um die Umsetzung dieser Pläne zu besprechen. Bis Ende 2026 sollen Krankenhäuser Leistungsgruppen erhalten, bevor der neue Krankenhausplan im Januar 2027 in Kraft tritt. Für die Umsetzung fehlen jedoch noch gesetzliche Regelungen, die in den nächsten zwei Jahren geschaffen werden müssen.
Bundesarbeitsgericht: Nur Einschreiben mit Rückschein sichert Kündigung ab
Nur Einschreiben mit Rückschein sichert Kündigungen ab, urteilte das Bundesarbeitsgericht – ein Muss für Arbeitgeber zur rechtskonformen Zustellung.
Nur Einschreiben mit Rückschein sichert Kündigungen ab, urteilte das Bundesarbeitsgericht – ein Muss für Arbeitgeber zur rechtskonformen Zustellung.
Arbeitgeber können sich nicht darauf verlassen, dass ein Kündigungsschreiben per Einwurf-Einschreiben tatsächlich zugestellt wird. Laut aerztezeitung.de gilt: Nur ein Einschreiben mit Rückschein bietet die nötige Sicherheit, dass das Schreiben den Empfänger erreicht hat. Diese Klarstellung sorgt für mehr Rechtssicherheit bei Kündigungen und ist insbesondere für Arbeitgeber von Bedeutung, die formell einwandfreie Kündigungen gewährleisten müssen, um juristische Komplikationen zu vermeiden. Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts unterstreicht die Wichtigkeit eines belegbaren Empfangs bei rechtlich relevanten Schriftstücken.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
17.03.2025
Brandenburg: Neue dezentrale Ethikberatung stärkt Gesundheitswesen
Brandenburg startet dezentrale Ethikberatung, um moralische Konflikte in medizinischen Einrichtungen via Videokonferenz zu klären und Versorgungslücken zu schließen.
Brandenburg startet dezentrale Ethikberatung, um moralische Konflikte in medizinischen Einrichtungen via Videokonferenz zu klären und Versorgungslücken zu schließen.
In Brandenburg wird nun eine dezentrale Ethikberatung eingeführt, die besonders in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen Anwendung finden soll. Diese Beratung, die in Kooperation mit der Universität Potsdam sowie weiteren Hochschulen angeboten wird, ermöglicht es medizinischen Einrichtungen im Flächenland Brandenburg, moralische Konflikte, die während Behandlungen auftreten könnten, professionell zu klären. Der Prozess wird durch geschulte Berater geleitet und übernimmt die Moderation von ethischen Fallberatungen mittels Videokonferenz. Dies soll helfen, die geografischen Distanzen und den Mangel an spezialisierten Moderatoren vor Ort zu überbrücken, erklärt Juniorprofessor Robert Ranisch. Über eine zentrale Anlaufstelle können sich sowohl Patienten als auch Mitarbeitende der Gesundheitsberufe für eine Beratung anmelden, die telefonisch oder online stattfindet. Dr. Esther Braun hofft, dass mit dieser Initiative bestehende Versorgungslücken im Land geschlossen werden können, so berichtet die Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
17.03.2025
Gesundheitsexperten fordern radikale Reformen zur Kostenstabilisierung
Gesundheitsexperten drängen auf Reformen zur Kostensenkung im Gesundheitssystem, um drohende Sozialabgaben von über 50% bis 2035 zu verhindern.
Gesundheitsexperten drängen auf Reformen zur Kostensenkung im Gesundheitssystem, um drohende Sozialabgaben von über 50% bis 2035 zu verhindern.
Gesundheitsökonom Boris Augurzky und Intensivmediziner Christian Karagiannidis fordern angesichts der stetig steigenden Gesundheitskosten radikale Reformen im deutschen Gesundheitssystem. Wie die „Welt“ vorab berichtet, ist dies auch Thema ihres neuen Buches „Die Gesundheit der Zukunft: Wie wir das System wieder fit machen“. Augurzky und Karagiannidis, Mitglieder der Regierungskommission zur Krankenhausversorgung, betonen, dass ohne ein drastisches Umdenken die Sozialabgaben bis 2035 auf über 50 Prozent steigen könnten. Sie schlagen unter anderem eine stärkere Selbstbeteiligung der Versicherten und eine Kosten-Nutzen-Überprüfung aller medizinischen Behandlungen vor. Zudem sollen Einsparungen bei den hohen Arzneimittelkosten erreicht werden. Diese Vorschläge sollen helfen, das aktuelle System zu stabilisieren und die Bürger ehrlich über die Notwendigkeit der Reformen zu informieren, um langfristig von stabilen Kassenbeiträgen und einem effizienteren Gesundheitssystem zu profitieren.
Deutscher Alterssurvey: 8 Prozent der Senioren erleben Altersdiskriminierung
Rund 8 % der Senioren in Deutschland erleben Altersdiskriminierung, besonders in Medizin und Arbeit, wie der Deutsche Alterssurvey zeigt. Handlungsbedarf ist dringend.
Rund 8 % der Senioren in Deutschland erleben Altersdiskriminierung, besonders in Medizin und Arbeit, wie der Deutsche Alterssurvey zeigt. Handlungsbedarf ist dringend.
Rund 8 Prozent der älteren Menschen in Deutschland gaben in den vergangenen zwölf Monaten an, Diskriminierung aufgrund ihres Alters erlebt zu haben. Dies geht aus dem aktuellen Deutschen Alterssurvey hervor, der vom Deutschen Zentrum für Altersfragen veröffentlicht wurde. Besonders betroffen sind sie bei der medizinischen Versorgung: 3,7 Prozent fühlten sich hier benachteiligt. Auch in der Arbeitswelt und bei der Arbeitssuche berichteten 3,6 Prozent von Benachteiligungen. Einkommensschwache und gesundheitlich eingeschränkte Personen seien laut der Studie häufiger von Diskriminierung betroffen. Svenja Spuling, Erstautorin des Surveys, betont, dass das tatsächliche Ausmaß der Altersdiskriminierung möglicherweise unterschätzt wird, da nicht alle Betroffenen diese als solche wahrnehmen. Politisches und gesellschaftliches Handeln wird angesichts der Ergebnisse als notwendig erachtet, um die Potenziale älterer Menschen in der Arbeitswelt und im ehrenamtlichen Engagement besser zu nutzen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Pflege-Skandal: Pfleger angeklagt wegen neun Morden in Aachen
Ein Pfleger steht vor Gericht: Neun Morde auf Palliativstation in Würselen, um Nachtschichten zu erleichtern. Prozessbeginn im März in Aachen.
Ein Pfleger steht vor Gericht: Neun Morde auf Palliativstation in Würselen, um Nachtschichten zu erleichtern. Prozessbeginn im März in Aachen.
Ein 44-jähriger Pfleger steht im Zentrum eines erschütternden Falls, der sich im Klinikum bei Aachen ereignet hat. Dem Mann werden neun Morde und 34 Mordversuche zur Last gelegt, die er auf einer Palliativstation in Würselen begangen haben soll. Laut Staatsanwaltschaft spritzte er seinen Opfern in der Absicht, seine Nachtschichten ruhiger zu gestalten, Überdosen von Schmerz- oder Beruhigungsmitteln. Die Nachtragsanklage, die nun auf insgesamt 26 betroffene Patienten ausgedehnt wurde, ist beim Landgericht Aachen eingegangen. Der Prozess, der zunächst 30 Fälle umfasst, soll am 24. März beginnen. Die "Ärzte Zeitung", die ebenfalls über den Fall berichtet, verweist auf die Forderungen der Deutschen Stiftung Patientenschutz nach verstärktem Schutz für alte und schwerkranke Patienten. Vorstand Eugen Brysch hebt die Notwendigkeit einer Leichenschau durch Amtsärzte bei Todesfällen in Pflegeeinrichtungen hervor, um mögliche Täter abzuschrecken, und betont die Bedeutung einer „Kultur des Hinschauens“ innerhalb der Einrichtungen.
Gassen fordert kritische Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen
Andreas Gassen fordert zum Jahrestag des ersten Lockdowns eine kritische Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen zur Stärkung des Vertrauens in die Politik.
Andreas Gassen fordert zum Jahrestag des ersten Lockdowns eine kritische Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen zur Stärkung des Vertrauens in die Politik.
Zum fünften Jahrestag des ersten Corona-Lockdowns in Deutschland fordert Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), eine umfassende Aufarbeitung der damaligen Maßnahmen. Die strikten Maßnahmen, so Gassen, bedürfen einer kritischen Überprüfung, um aus eventuellen Fehlern für künftige Pandemien zu lernen. Er betont, dass eine solche Aufarbeitung essenziell sei, um das Vertrauen der Bürger in die Politik zu stärken, da es sonst möglicherweise weiter sinke. Medienberichten zufolge gibt es Hinweise auf zurückgehaltene Erkenntnisse des Bundesnachrichtendienstes, was die Notwendigkeit einer Evaluation noch dringlicher mache. Gassen schlägt vor, eine Enquetekommission einzusetzen, die die getroffenen Maßnahmen analysiert, ohne Schuldzuweisungen vorzunehmen. Dies sei besonders wichtig, da Altenpflegeheime erheblich von Fehlern im Umgang mit der Pandemie betroffen waren, so die Deutsche Stiftung Patientenschutz. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Long Covid Awareness Day: Betroffene kämpfen mit Alltagsfolgen
Long Covid Awareness: Betroffene kämpfen mit massiven Alltagsfolgen – Aufklärungstag mit Aktionen in Deutschland, darunter Berliner Kundgebung.
Long Covid Awareness: Betroffene kämpfen mit massiven Alltagsfolgen – Aufklärungstag mit Aktionen in Deutschland, darunter Berliner Kundgebung.
Sophie Dimitriou, eine der vielen Long-Covid-Betroffenen, schildert ihre drastische Veränderung des Alltags seit ihrer Erkrankung. Vor zwei Jahren führte sie ein aktives Leben, nun fühlt sie sich oft erschöpft und schwach, als leide sie unter dem schlimmsten Jetlag, den es gibt. Ihre Beschwerden, unter dem Begriff Long Covid zusammengefasst, führten dazu, dass sie ihre Anstellung als Grafikdesignerin verlor. Diese Corona-Langzeitfolgen betreffen schätzungsweise über hunderttausend Menschen in Deutschland, von denen viele ihren Alltag nicht mehr bewältigen können. Der internationale Long Covid Awareness Day, der heute begangen wird, soll für mehr Aufklärung sorgen. Aktionen sind in mehreren Städten geplant, darunter eine von Dimitriou initiierte Kundgebung in Berlin (Quelle: DER SPIEGEL).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
15.03.2025
BMC schlägt Reform der DMPs zur Bekämpfung des Fachkräftemangels vor
BMC fordert Reform der DMPs zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen: Interprofessionelle Zusammenarbeit soll Personalmangel und starre Hierarchien überwinden.
BMC fordert Reform der DMPs zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen: Interprofessionelle Zusammenarbeit soll Personalmangel und starre Hierarchien überwinden.
Der Bundesverband Managed Care (BMC) hat ein neues Impulspapier veröffentlicht, das eine interprofessionelle Weiterentwicklung der Disease-Management-Programme (DMPs) als Strategie gegen den Personalmangel in der Gesundheitsversorgung vorschlägt. Das Papier, das der Ärzte Zeitung vorliegt, betont die Notwendigkeit, starre Berufsgrenzen und traditionelle Hierarchien im Gesundheitswesen zu überwinden, um der sinkenden ärztlichen und therapeutischen Arbeitskraft bei wachsender Morbidität zu begegnen. Der BMC plädiert für eine umfassende Zusammenarbeit und die Einbindung aller Gesundheitsberufe im Versorgungskontinuum, das von Prävention über Diagnose und Therapie bis zur Langzeitpflege reicht. Der Vorschlag berücksichtigt auch angepasste Vergütungsmechanismen, um die Zusammenarbeit zu fördern und eine verbindliche interprofessionelle Versorgung zu gewährleisten. Das Impulspapier soll offiziell am kommenden Montag vorgestellt werden.
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