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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
22.05.2025
Sachverständigenrat fordert strenge Maßnahmen für Medikamentenpreise
Strengere Preisregeln für Medikamente gefordert: Ein Sachverständigenrat empfiehlt Globalbudgets, um steigende Arzneimittelkosten zu kontrollieren.
Strengere Preisregeln für Medikamente gefordert: Ein Sachverständigenrat empfiehlt Globalbudgets, um steigende Arzneimittelkosten zu kontrollieren.
Der Sachverständigenrat Gesundheit & Pflege empfiehlt der Politik, strengere Maßnahmen zur Preisgestaltung für neue Arzneimittel einzuführen. Ein mögliches, besonders effektives Instrument könnte ein Globalbudget für innovative Medikamente sein. Diese Empfehlungen zielen darauf ab, den steigenden Kosten im Arzneimittelsektor entgegenzuwirken. Der Bericht, der von aerztezeitung.de zitiert wird, hebt die Notwendigkeit hervor, Politikern stärkere Werkzeuge für die Kostenkontrolle zur Verfügung zu stellen. Die potenziellen Veränderungen könnten weitreichende Auswirkungen auf die Pharmabranche und die Preisgestaltung neuer Medikamente haben.
Frühe Spirometrie senkt Sterberisiko bei chronischen Lungenerkrankungen
Frühe Spirometrie vermindert Sterberisiko bei COPD, vor allem bei Frauen und jüngeren Patienten. Experten raten zu frühzeitiger Einbindung in Behandlungspläne.
Frühe Spirometrie vermindert Sterberisiko bei COPD, vor allem bei Frauen und jüngeren Patienten. Experten raten zu frühzeitiger Einbindung in Behandlungspläne.
Erhalten Patienten zu Beginn einer Therapie einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung keine Spirometrie, ist ihr Sterberisiko laut einer Meldung der 'Ärzte Zeitung' deutlich erhöht. Besonders betroffen sind Frauen sowie jüngere und gebrechliche Patienten, die oft schlechtere Chancen auf eine entsprechende Untersuchung haben. Experten betonen die Wichtigkeit der Spirometrie, um das Risiko einer erhöhten Mortalität zu reduzieren, und raten daher dringend dazu, diese Untersuchung frühzeitig in die Therapieplanung einzubeziehen.
Diabetes-Management bei Senioren: Balance statt strikter Kontrolle
Balance statt Kontrolle: Experte rät zu angepasstem Diabetes-Management bei Senioren zur Vermeidung unnötiger Risiken durch übermäßige Medikation.
Balance statt Kontrolle: Experte rät zu angepasstem Diabetes-Management bei Senioren zur Vermeidung unnötiger Risiken durch übermäßige Medikation.
Die strenge Einstellung eines Typ-2-Diabetes bei geriatrischen Patienten kann gefährlich sein, wie Professor Jürgen Bauer aus Heidelberg beim Diabetes-Update 2025 erläuterte. Dennoch sei Polypharmazie nicht per se schlecht. Neuere Antidiabetika könnten selbst bei Gebrechlichkeit indiziert sein. Fachleute aus der Pflege könnten hier wertvolle Hinweise auf die Vorteile und Risiken einer medikamentösen Therapie bei älteren Menschen finden, insbesondere wenn es darum geht, die Balance zwischen notwendiger Blutzuckerkontrolle und der Vermeidung unnötiger Risiken durch zu viele oder unpassende Medikamente zu halten. Die Worte von Bauer unterstreichen die Bedeutung eines ausgewogenen Ansatzes bei der Diabetesbehandlung älterer Patienten und bieten einen wichtigen Impuls für die aktuelle Diskussion um den Einsatz von Polypharmazie. (Quelle: ÄRZTE ZEITUNG)
Regierungskoalition plant umfassendes Kompetenz-Upgrade für Pflegekräfte
Die Regierungskoalition plant ein Kompetenz-Upgrade für Pflegekräfte, um Eigenverantwortung zu stärken und Fachwissen effizient zu nutzen.
Die Regierungskoalition plant ein Kompetenz-Upgrade für Pflegekräfte, um Eigenverantwortung zu stärken und Fachwissen effizient zu nutzen.
Die neue Regierungskoalition in Deutschland plant, das Kompetenz-Upgrade für rund 1,7 Millionen Pflegefachkräfte voranzutreiben. In der vorherigen Legislaturperiode scheiterte ein entsprechender Entwurf aus der Ampelkoalition kurz vor Verabschiedung. CSU-Gesundheitspolitikerin Emmi Zeulner hebt die Bedeutung der Initiative hervor, um der Pflege mehr Eigenverantwortung zu übertragen und das vorhandene Fachwissen besser zu nutzen. Die Koalition aus Union und SPD möchte nicht nur Gesetze zur Pflegekompetenz und zur Pflegeassistenzausbildung zügig umsetzen, sondern auch den neuen Masterabschluss „Advanced Practice Nurse“ einführen. Bernadette Rümmelin vom Katholischen Krankenhausverband Deutschland betont, dass Deutschland mit diesen Pflegegesetzen vor einem Wendepunkt in der Gesundheitsversorgung steht. Weiterhin wird im Koalitionsvertrag ein „kompetenzorientierter Fachpersonaleinsatz“ und die Aufwertung der Pflege im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) angestrebt. Die Informationen stammen aus der Ärzte Zeitung.
Herpesviren erhöhen Alzheimer-Risiko, antivirale Therapie senkt es
Herpesviren erhöhen das Alzheimer-Risiko, aber antivirale Therapie könnte schützend wirken, zeigt eine Auswertung aktueller Patientendaten.
Herpesviren erhöhen das Alzheimer-Risiko, aber antivirale Therapie könnte schützend wirken, zeigt eine Auswertung aktueller Patientendaten.
Eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 wird signifikant mit einem erhöhten Risiko für Morbus Alzheimer in Verbindung gebracht. Umgekehrt zeigen antiviral behandelte Personen ein geringeres Erkrankungsrisiko. Diese Befunde deuten darauf hin, dass eine antivirale Therapie potenziell präventive Wirkungen haben könnte. Dies berichtet die "Ärzte Zeitung" basierend auf neuen Evidenzen aus sogenannten "Real-World"-Daten.
Pflegeverband kritisiert Priens Vorschlag zur Unterstützung Angehöriger
Der Pflegeverband kritisiert Priens Vorschlag zur Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige als unzureichend und fordert umfassendere Lösungen.
Der Pflegeverband kritisiert Priens Vorschlag zur Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige als unzureichend und fordert umfassendere Lösungen.
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe kritisiert den aktuellen Vorstoß von Familienministerin Karin Prien, eine Lohnersatzleistung als Unterstützung für pflegende Angehörige einzuführen. Laut dem Verband greift dieser Vorschlag zu kurz und löst nicht das Kernproblem der strukturellen Überlastung. Stattdessen sei ein anderer, umfassenderer Ansatz erforderlich, um die Herausforderungen in der informellen Pflege wirklich zu adressieren, so berichtet die Ärzte Zeitung. Der Vorstoß von Ministerin Prien soll den größten Pflegedienst Deutschlands – die pflegenden Angehörigen – stützen, doch seitens des Pflegeberufeverbands wird darauf hingewiesen, dass dies lediglich ein kleiner Schritt sei. Weitere Maßnahmen sollten folgen, um eine nachhaltige Verbesserung zu erzielen.
Tanja Machalet neue Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag
Tanja Machalet ist die neue Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, als SPD-Politikerin tritt sie inmitten großer Gesundheitsreformen an.
Tanja Machalet ist die neue Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, als SPD-Politikerin tritt sie inmitten großer Gesundheitsreformen an.
Die SPD-Politikerin Tanja Machalet wurde zur neuen Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Bundestag gewählt. In der konstituierenden Sitzung des Ausschusses erhielt die 51-jährige studierte Volkswirtin, die seit 2021 den Wahlkreis Montabaur in Rheinland-Pfalz vertritt, das Vertrauen der Mitglieder. Zuvor war Machalet in Rheinland-Pfalz im Landtag tätig und auf die Themen Gesundheit, Pflege sowie Arbeit und Soziales spezialisiert. In der vergangenen Legislaturperiode blieb der Vorsitz des Gesundheitsausschusses unbesetzt, nachdem Kandidaten der AfD keine Mehrheit fanden. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte später die Rechtmäßigkeit dieses Verfahrens. Die Entscheidung über den stellvertretenden Vorsitz steht noch aus. Im Gesundheitsausschuss sind 38 Mitglieder vertreten, darunter Vertreter von CDU/CSU, SPD, Grünen, AfD und Linken. Der Ausschuss ist bekannt für umfangreiche Arbeitsbelastungen, wie etwa die große Krankenhausreform und die Digitalisierung im Gesundheitswesen. (Quelle: Deutscher Bundestag)
DBfK kritisiert Lohnersatzmodell für pflegende Angehörige als unzureichend
Der DBfK weist den Vorschlag von Ministerin Prien, pflegende Angehörige mit Lohnersatz zu unterstützen, als unzureichend zurück und fordert umfassendere Lösungen.
Der DBfK weist den Vorschlag von Ministerin Prien, pflegende Angehörige mit Lohnersatz zu unterstützen, als unzureichend zurück und fordert umfassendere Lösungen.
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) kritisiert den Vorstoß von Familienministerin Karin Prien, pflegende Angehörige mit einem Lohnersatzmodell zu unterstützen. Laut Bernadette Klapper, Bundesgeschäftsführerin des DBfK, greift diese Maßnahme „deutlich zu kurz“. Sie betont, dass pflegende Angehörige mehr als nur finanzielle Unterstützung benötigen, nämlich ein Netzwerk aus professioneller Begleitung, Beratung und Entlastung. Eine Lohnersatzleistung ersetze keine Fachkraft und bringe keine Versorgungssicherheit im Alltag. Der DBfK fordert die flächendeckende Einführung von Community Health Nurses, die als Fachpersonen mit akademischer Weiterbildung Beratungen und Interventionen vor Ort anbieten könnten. Die Ministerin hatte zuvor erklärt, dass die Pflegebedürftigen aufgrund der demografischen Entwicklung nicht ausschließlich von Fachkräften versorgt werden könnten. Daher sei es notwendig, eine neue Sozialleistung für pflegende Angehörige zu schaffen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Forschungsministerin Bär: Mehr Fokus auf Long Covid und ME/CFS
Forschungsministerin Bär setzt verstärkt auf Long-Covid- und ME/CFS-Forschung, um Therapien zu fördern und die Lebensqualität Betroffener zu verbessern.
Forschungsministerin Bär setzt verstärkt auf Long-Covid- und ME/CFS-Forschung, um Therapien zu fördern und die Lebensqualität Betroffener zu verbessern.
Forschungsministerin Dorothee Bär hat angekündigt, die Erforschung von Long Covid und ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) verstärkt in den Fokus zu nehmen. Angesichts der zahlreichen Betroffenen, die seit der Coronapandemie mit den chronischen Langzeitfolgen kämpfen, ist dies ein bedeutender Schritt. Laut SPIEGE.L informiert der Leitartikel von Nina Weber darüber, dass diese Forschung bereits von zahlreichen Experten als dringend notwendig erachtet wird. Die geplante Intensivierung könnte nicht nur das Verständnis dieser Krankheitsbilder verbessern, sondern auch Therapiefortschritte fördern. Trotz der Herausforderungen bei der Erforschung ist die Aussicht auf gesteigerte Bemühungen und verbesserte finanzielle Unterstützung für die Betroffenen und ihre Familien ein Hoffnungsschimmer. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, langfristige Lösungsansätze zu entwickeln und die Lebensqualität der Erkrankten spürbar zu verbessern.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
20.05.2025
Sexuelle Belästigung im Gesundheitswesen häufiger als in anderen Branchen
Neue Studie zeigt: Häufigere sexuelle Belästigung im Gesundheitswesen belastet das Arbeitsklima stärker als in anderen Branchen. Arbeitgeber stehen vor Herausforderungen.
Neue Studie zeigt: Häufigere sexuelle Belästigung im Gesundheitswesen belastet das Arbeitsklima stärker als in anderen Branchen. Arbeitgeber stehen vor Herausforderungen.
Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat herausgefunden, dass sexuelle Belästigung im Gesundheitswesen häufiger vorkommt als in anderen Branchen. Arbeitgeber sind bemüht, ein gutes Betriebsklima sicherzustellen, doch solche Vorfälle können das Arbeitsumfeld erheblich beeinträchtigen. Die 'Ärzte Zeitung' berichtet, dass die Ergebnisse der Studie aufzeigen, welche kontraproduktiven Auswirkungen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz haben kann. Die vollständige Untersuchung steht registrierten Benutzern der Plattform zur Verfügung und bietet detaillierte Analysen und Einblicke in die Problematik.
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