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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
30.04.2026
Neuer QISA-Band: Strukturierte Indikatoren für Schmerzversorgung etabliert
Der neue QISA-Band bietet ein strukturiertes Indikatorenset für ein ganzheitliches Schmerzmanagement in der ambulanten Versorgung chronischer Schmerzpatienten.
Der neue QISA-Band bietet ein strukturiertes Indikatorenset für ein ganzheitliches Schmerzmanagement in der ambulanten Versorgung chronischer Schmerzpatienten.
Mit dem neuesten QISA-Band steht erstmals ein strukturiertes Indikatorenset zur ambulanten Versorgung von Patienten mit chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen zur Verfügung, berichtet aerztezeitung.de. Dr. Cornelia Straßner betont, dass Schmerzen ganzheitlich betrachtet werden sollten. Die neue Indikatoren richten sich an Praxen, die oft ohne Aufgabenteilung oder regelmäßige Schulungen arbeiten, und bieten Orientierung für ein strukturiertes Schmerzmanagement. Häufig fehlt es in der ambulanten Versorgung an ganzheitlichen Ansätzen, bei denen psychische, soziale und spirituelle Faktoren berücksichtigt werden. Die ePA könnte helfen, ist jedoch noch nicht ausreichend etabliert. Unterversorgung bestehe bei nicht-medikamentösen Maßnahmen, während Schmerzmittel oft nicht leitliniengerecht verabreicht werden. Der QISA-Band schließt diese Lücken, indem er konkrete Qualitätsindikatoren bereitstellt. Diese sollen in Teamsitzungen oder Qualitätszirkeln angewendet werden, um die Versorgungsqualität systematisch zu verbessern.
Breite Kritik am Sparpaket: Kürzungen bei Krankenkassenzuschüssen heftig diskutiert
Breite Kritik am Sparpaket: Kürzungen bei Krankenkassenzuschüssen und geplante Maßnahmen sorgen für anhaltende Diskussionen.
Breite Kritik am Sparpaket: Kürzungen bei Krankenkassenzuschüssen und geplante Maßnahmen sorgen für anhaltende Diskussionen.
Das Bundeskabinett hat ein Sparpaket beschlossen, das die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen stabilisieren soll, jedoch stößt dies auf breite Kritik. Der Sozialverband Deutschland nannte die Kürzung des Bundeszuschusses in diesem Kontext einen „Schlag ins Gesicht der Versicherten“. Geplant ist die Entlastung der Kassen um 16,3 Milliarden Euro, um Anhebungen der Zusatzbeiträge zu verhindern. Besondere Kritik gibt es auch an höheren Zuzahlungen für Medikamente und der Einschränkung der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Ärztepräsident Klaus Reinhardt betonte, dass die Maßnahmen weder seriös, noch solide oder solidarisch seien. Auch CSU-Politiker Klaus Holetschek äußerte sich kritisch zu den geplanten Kürzungen des Zuschusses. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verteidigte die Reform als ausgewogen und notwendig zur Stabilisierung der Krankenkassen. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Neue Therapieansätze wie Teplizumab und die digitale Bauchspeicheldrüse verbessern die Diabetesversorgung und mindern Komplikationen effektiv.
Neue Therapieansätze wie Teplizumab und die digitale Bauchspeicheldrüse verbessern die Diabetesversorgung und mindern Komplikationen effektiv.
Moderne Ansätze in der Diabetesversorgung ermöglichen ein frühzeitigeres Eingreifen und die Vermeidung von Komplikationen, was den Alltag der Betroffenen erheblich verbessert. Auf einer Pressekonferenz im Vorfeld des 132. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) wurde dies anhand von zwei innovativen Therapieansätzen vorgestellt: der Behandlung mit Teplizumab und der digitalen Bauchspeicheldrüse. Beide Methoden illustrieren eindrucksvoll, wie die Steuerung und der Verlauf von Diabetes effektiver beeinflusst werden können. Solche Fortschritte spiegeln die Entwicklungen wider, die derzeit in der Diabetesforschung stattfinden. Die Details dieser Ansätze wurden in der Ärzte Zeitung beleuchtet, einem führenden Medium für medizinische Fachnachrichten.
Das neue AOK-Indikatorenset fördert ein ganzheitliches Schmerzmanagement in der ambulanten Versorgung, indem es psychische, soziale und spirituelle Faktoren einbezieht.
Das neue AOK-Indikatorenset fördert ein ganzheitliches Schmerzmanagement in der ambulanten Versorgung, indem es psychische, soziale und spirituelle Faktoren einbezieht.
Mit dem neuen QISA-Band, der sich auf chronische, nicht tumorbedingte Schmerzen fokussiert, bietet die AOK erstmals ein strukturiertes Indikatorenset für die ambulante Versorgung an. Wie Mitautorin Dr. Cornelia Straßner von der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Uniklinikums Heidelberg erläutert, fehlen in der ambulanten Versorgung oft ganzheitliche Konzepte, da Schmerzen häufig nur somatisch betrachtet werden. Das neue Indikatorenset soll helfen, ein umfassenderes Schmerzmanagement zu unterstützen, das psychische, soziale und spirituelle Faktoren einbezieht. Dieses System kann in Teamsitzungen oder Qualitätszirkeln eingesetzt werden, um Schmerzmanagementprozesse in Praxen zu verbessern. Im Rahmen des RELIEF-Projekts werden diese Indikatoren zudem genutzt, um die Versorgungsqualität chronischer Schmerzpatienten durch ein hausärztliches Case-Management-Programm weiterzuentwickeln. Die ePA könnte hierbei unterstützen, ist jedoch noch nicht ausreichend in der Anwendungspraxis angekommen. (Quelle: aok.de)
Ab Juli: EBM-fähige Verordnung für Intensivpflege digital möglich
Ab Juli können Ärzt:innen außerklinische Intensivpflege digital EBM-fähig verordnen, dank neuer G-BA-Richtlinien – ein Schritt zur effizienteren Gesundheitsversorgung.
Ab Juli können Ärzt:innen außerklinische Intensivpflege digital EBM-fähig verordnen, dank neuer G-BA-Richtlinien – ein Schritt zur effizienteren Gesundheitsversorgung.
Ab Juli wird die Verordnung von außerklinischer Intensivpflege am Bildschirm EBM-fähig, wie die Ärztezeitung berichtet. Dies wurde durch die Richtlinienbeschlüsse des G-BA ermöglicht. Die dafür notwendige Ergänzung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) ist nun abgeschlossen. Dies bedeutet, dass Ärztinnen und Ärzte künftig diese Verordnungen direkt über digitale Systeme abwickeln können, was vermutlich den Prozess effizienter gestalten wird. Dies ist Teil der fortschreitenden Digitalisierung und Vereinfachung im Gesundheitswesen, um papierbasierte Prozesse zu reduzieren und die Arbeitsabläufe zu optimieren.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
29.04.2026
Innovationsfonds: Trotz Förderung weiter Hürden für Regelversorgung
Trotz Milliardenförderung des Innovationsfonds bleiben viele Projekte in der gesetzlichen Krankenversicherung schwer in die Regelversorgung integrierbar.
Trotz Milliardenförderung des Innovationsfonds bleiben viele Projekte in der gesetzlichen Krankenversicherung schwer in die Regelversorgung integrierbar.
Seit 2016 fördert der Innovationsausschuss mit Milliardenmitteln neue Versorgungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Zehn Jahre nach dem Start fällt die Bilanz ambivalent aus: Zwar wurden mehr als 800 Projekte unterstützt, doch der Weg in die Regelversorgung bleibt häufig lang und komplex. Ein ausführlicher Beitrag in „Gesundheit + Gesellschaft“ (G+G) 04/2026 analysiert die Entwicklung des Innovationsfonds und beleuchtet, welche Hürden eine erfolgreiche Überführung der Projekte in die Versorgung erschweren. Besondere Aufmerksamkeit gilt den strukturellen Problemen, die den Übergang behindern. Der Artikel diskutiert künftige Reformvorschläge und zeigt auf, wie der Fonds stärker auf die praktische Umsetzung fokussiert werden könnte. (Quelle: aok.de)
COVID-19-Impfstoffe in Rheinland-Pfalz: Haltbarkeitsdatum beachten
KV Rheinland-Pfalz warnt: COVID-19-Impfstoffe kurz vor Ablauf! Gesundheitsberufe sollten zügig handeln, um Verluste zu vermeiden und Impfschutz sicherzustellen.
KV Rheinland-Pfalz warnt: COVID-19-Impfstoffe kurz vor Ablauf! Gesundheitsberufe sollten zügig handeln, um Verluste zu vermeiden und Impfschutz sicherzustellen.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz hat darauf hingewiesen, dass bestimmte COVID-19-Impfstoffe bald das Haltbarkeitsdatum erreichen werden. Gesundheitsberufe und Mitarbeiter der Gesundheitsbranche sollten sich zeitnah informieren, um unnötigen Verlust an Impfstoffen zu vermeiden. Dies ist besonders kritisch, da die Aufrechterhaltung eines ausreichenden Impfschutzes in der Bevölkerung weiterhin hohe Priorität hat. Solche Informationen sind nicht nur für medizinisches Fachpersonal, sondern auch für Verantwortliche in der Lagerung und Verteilung von Vakzinen von Bedeutung. Details hierzu könne man auf den Seiten der aerztezeitung.de nachlesen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
29.04.2026
Berliner Arztpraxen vor Schließung: Existenzangst durch Sparmaßnahmen
Existenzängste in Berliner Arztpraxen: Sparmaßnahmen gefährden fast jede zweite Praxis, führend zu Leistungseinschränkungen und längeren Wartezeiten.
Existenzängste in Berliner Arztpraxen: Sparmaßnahmen gefährden fast jede zweite Praxis, führend zu Leistungseinschränkungen und längeren Wartezeiten.
Eine Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin hat ergeben, dass nahezu jede zweite Arztpraxis in Berlin von einer Schließung bedroht ist. Dies wurde durch die Befragung von über 2.400 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten festgestellt. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das negative Konsequenzen auf die ambulante Versorgung haben könnte, steht dabei im Zentrum der Sorgen. Mehr als 90 Prozent der Befragten sehen gravierende Auswirkungen voraus. So rechnen etwa 80 Prozent mit Leistungseinschränkungen für gesetzlich Versicherte und längeren Wartezeiten für Patienten. Über die Hälfte der Ärzte spricht von Existenzängsten, ein Drittel erwägt sogar Personalabbau oder Praxisschließung. „Das ist ein Armutszeugnis für unser Gesundheitssystem“, urteilt der Vorstand der KV Berlin. Diese erdrückenden Ergebnisse verdeutlichen die potenziellen Folgen der Sparmaßnahmen auf Initiative der Bundesgesundheitsministerin. Mehr als 1.000 Ärzte erwägen, ihre Praxen aufzugeben oder frühzeitig in den Ruhestand zu gehen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Studie: Frailty-Score hilft Komplikationsrisiko bei Herz-OPs einzuschätzen
Der Frailty-Score könnte helfen, das Risiko von Komplikationen bei Herz-OPs besser einzuschätzen und damit die Patientenberatung zu verbessern.
Der Frailty-Score könnte helfen, das Risiko von Komplikationen bei Herz-OPs besser einzuschätzen und damit die Patientenberatung zu verbessern.
Eine Forschungsgruppe der Universität Michigan hat herausgefunden, dass der Gebrechlichkeits-Score der Clinical Frailty Scale (CFS) bei der Risikoabschätzung für Komplikationen nach Herzoperationen nützlich sein könnte. In ihrer Studie war ein CFS-Wert von 5 oder mehr signifikant mit einer erhöhten Mortalität und Morbidität assoziiert. Die Forschungsergebnisse unterstützen die Durchführung eines Frailty-Screenings vor herzchirurgischen Eingriffen, um eine entsprechende Risikoberatung zu ermöglichen. Eine solch präventive Maßnahme könnte dazu beitragen, postoperative Komplikationen besser vorherzusehen und möglicherweise zu verhindern. Diese Informationen stammen aus einer Veröffentlichung, die auf der Website der „Ärzte Zeitung“ zu finden ist.
Pflegereform: Mehr Belastung für Pflegeheimbewohner durch spätere Zuschüsse
Die geplante Pflegereform könnte Pflegeheimbewohner durch spätere Zuschüsse stärker belasten, so berichtet Stiftung Warentest.
Die geplante Pflegereform könnte Pflegeheimbewohner durch spätere Zuschüsse stärker belasten, so berichtet Stiftung Warentest.
Stiftung Warentest berichtet, dass die geplante Pflegereform der Bundesregierung Pflegebedürftige stärker belasten könnte. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant, die Pflegeversicherung finanziell zu entlasten, was jedoch zur Folge hätte, dass Bewohner von Pflegeheimen erst nach längeren Aufenthalten von Zuschüssen profitieren. Der Zuschuss von 15 Prozent der Pflegekosten soll künftig erst nach 1,5 Jahren, anstatt nach einem Jahr, gewährt werden. Zudem sollen die Kriterien zur Anerkennung der Pflegebedürftigkeit verschärft werden, was dazu führen könnte, dass weniger Menschen in den Genuss von Leistungen kommen. Dies würde die finanzielle Belastung der Pflegeversicherung verringern, indem sie Ausgaben reduziert. Die Reformpläne sind noch nicht in einen Gesetzesentwurf überführt worden. (Quelle: Stiftung Warentest)
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