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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
14.07.2026
Hitzewelle 2026: Sterberate in Deutschland um 32 % gestiegen
Die Hitzewelle 2026 ließ die Sterberate in Deutschland um 32 % ansteigen, Experten fordern dringende Anpassungen an den Klimawandel.
Die Hitzewelle 2026 ließ die Sterberate in Deutschland um 32 % ansteigen, Experten fordern dringende Anpassungen an den Klimawandel.
Die Sterbefallzahlen in Deutschland stiegen während der Hitzewelle Ende Juni 2026 signifikant an. Laut einem Bericht von aerztezeitung.de lagen die Zahlen in der letzten Juniwoche 32 % über dem Durchschnitt der Vorjahre. Diese dramatische Erhöhung wird vor allem den extremen Wetterbedingungen zugeschrieben, die das Land während dieser Zeit erfassten. Experten warnen, dass die Auswirkungen des Klimawandels auf die öffentlichen Gesundheitssysteme kontinuierlich zunehmen. Maßnahmen zur Prävention und Anpassung an klimatische Veränderungen werden immer dringlicher. Der Bericht von aerztezeitung.de hebt zudem hervor, dass solche extremen Wetterereignisse nicht nur das Gesundheitssystem, sondern auch die Gesellschaft insgesamt vor große Herausforderungen stellen.
Regierungskoalition setzt GKV-Sparpaket durch, doch interne Gegenstimmen aus Union und SPD zeigen Widerstand, insbesondere bei gesundheitlichen Aspekten.
Regierungskoalition setzt GKV-Sparpaket durch, doch interne Gegenstimmen aus Union und SPD zeigen Widerstand, insbesondere bei gesundheitlichen Aspekten.
Die Abstimmung über das GKV-Sparpaket im Bundestag am vergangenen Freitag führte zu einer deutlichen Mehrheit für die Regierungskoalition aus Union und SPD, jedoch nicht ohne interne Opposition. Während 318 Abgeordnete dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz ihre Zustimmung gaben, lehnten es 284 ab. Besonders bemerkenswert war die Entscheidung von vier Parlamentariern aus den Reihen von Union und SPD, gegen das Gesetz zu stimmen, darunter der CDU-Abgeordnete Kai Whittaker sowie die SPD-Parlamentarier Jan Dieren, Martin Kröber und Sabine Dittmar. Letztere äußerte Bedenken bezüglich der negativen Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung, insbesondere in der psychotherapeutischen und hausärztlichen Versorgung. Einige Unionsabgeordnete kritisierten zudem die geplante Besteuerung von zuckerhaltigen Getränken. Das Gesetz sieht jedoch Nachbesserungen vor, um etwaige negative Effekte auf die ambulante psychotherapeutische Versorgung zu mindern. Dies betraf insbesondere die Sicherstellung der Kontinuität bereits begonnener Behandlungen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Hitzewelle in Westeuropa: Über 10.000 zusätzliche Todesfälle im Juni
Hitzewelle in Westeuropa: Über 10.000 Todesfälle im Juni, besonders gefährdet waren über 65-Jährige. Berichte aus EuroMOMO untermauern den Klimawandeleinfluss.
Hitzewelle in Westeuropa: Über 10.000 Todesfälle im Juni, besonders gefährdet waren über 65-Jährige. Berichte aus EuroMOMO untermauern den Klimawandeleinfluss.
In der letzten Juniwoche führte eine Hitzewelle in Westeuropa zu über 10.000 zusätzlichen Todesfällen, berichteten Wissenschaftler gemäß der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Besonders betroffen waren ältere Menschen über 65 Jahre. Die Daten stammen aus Erhebungen von EuroMOMO, einem von der EU-Gesundheitsbehörde ECDC und der WHO unterstützten Netzwerk. Extreme Hitze kann durch Hitzschläge oder die Verschärfung bestehender Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen zum Tod führen, wobei vor allem ältere Menschen gefährdet sind. „Eine derartige Übersterblichkeit zu dieser Jahreszeit ist ungewöhnlich“, erklärte Lasse Vestergaard vom dänischen Statens Serum Institut gegenüber Reuters. Die Wissenschaftler betonten, dass ein solches Ausmaß der Hitzewelle ohne den menschengemachten Klimawandel „praktisch unmöglich“ gewesen wäre. Zusätzlich gibt es Berichte, dass Frankreich und Belgien besonders stark betroffen waren.
Neue S3-Leitlinie GeriPAIN optimiert Schmerztherapie im Alter
Neue S3-Leitlinie GeriPAIN verbessert Schmerztherapie im Alter: Wichtige Anpassungen für Fachkräfte in Pflege und Altenheimen zur sicheren Medikamentengabe.
Neue S3-Leitlinie GeriPAIN verbessert Schmerztherapie im Alter: Wichtige Anpassungen für Fachkräfte in Pflege und Altenheimen zur sicheren Medikamentengabe.
Analgetika werden bei älteren Patienten oft anders verstoffwechselt als bei jüngeren, was die Schmerztherapie für geriatrische Patienten komplexer gestaltet. Die S3-Leitlinie GeriPAIN der Ärzte Zeitung beleuchtet, was bei der Behandlung von Schmerzen im Alter zu beachten ist. Eine Multimedikation kann bei diesen Patienten zu erhöhten Nebenwirkungen führen. Daher ist eine angepasste, sorgfältige Abwägung der Therapiemöglichkeiten entscheidend, um Medikamente effektiv und sicher einzusetzen. Besonders Fachkräfte in Altenheimen sowie Pflegeeinrichtungen sind aufgerufen, diese Leitlinien in ihrer täglichen Praxis zu berücksichtigen, um die Lebensqualität der geriatrischen Patienten zu verbessern. Die Details und Empfehlungen der Leitlinie sind für Fachkräfte nach einem kostenlosen Login auf aerztezeitung.de verfügbar.
Bundesarbeitsgericht: Kündigung ohne bEM bei Langzeitkranken unzulässig
Das Bundesarbeitsgericht entschied: Kündigungen bei Langzeitkranken ohne vorheriges Angebot eines betrieblichen Eingliederungsmanagements sind unzulässig.
Das Bundesarbeitsgericht entschied: Kündigungen bei Langzeitkranken ohne vorheriges Angebot eines betrieblichen Eingliederungsmanagements sind unzulässig.
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass eine Kündigung von wiederholt langzeitkranken Arbeitnehmern ohne ein zuvor angebotene betriebliche Eingliederungsmanagement (bEM) nicht zulässig ist. Selbst wenn ein Arbeitnehmer ein solches Eingliederungsmanagement in der Vergangenheit abgelehnt hat, muss der Arbeitgeber bei erneuter längerer Krankheitsdauer diesen Prozess weiterhin regelmäßig anbieten. Ein Einwurfeinschreiben reicht als Beweis für das Zugangsangebot des bEM nicht aus. Im vorliegenden Fall, der einen Arbeitnehmer aus Hamburg betraf, wurde die Kündigung als sozial ungerechtfertigt und somit unwirksam erklärt, da der Arbeitgeber das bEM nicht ordnungsgemäß angeregt hatte. Die Richter des Bundesarbeitsgerichts betonten, dass ein vollständiges und bewiesenes bEM-Verfahren eine Voraussetzung für eine rechtmäßige Kündigung in solchen Fällen darstellt. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.07.2026
GKV-Reform beschlossen: Gesundheitssektor in Aufruhr und Kritik
Der Bundestag verabschiedet die umstrittene GKV-Reform, während Proteste und Kritik von Beschäftigten und Opposition den Gesundheitssektor erschüttern.
Der Bundestag verabschiedet die umstrittene GKV-Reform, während Proteste und Kritik von Beschäftigten und Opposition den Gesundheitssektor erschüttern.
Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)-Reform, eines der zentralen Reformpakete der Bundesregierung, wurde vom Bundestag verabschiedet. Vor der Abstimmung kam es zu Protesten von Beschäftigten im Gesundheitswesen, die gegen die Kürzungen wetterten. Kritik erfolgte auch von Seiten der Opposition. Reuters berichtete, dass die Reform für erhebliche Unruhe sorgen könnte. Hinzu kommt, dass die Pharmabranche sich im Würgegriff sehe. Die Reform beabsichtigt grundlegende finanzielle Anpassungen im Gesundheitswesen, um die Nachhaltigkeit des Systems sicherzustellen. Doch die Verteilung von Belastungen und Einsparungen steht in der Kritik. Die Auseinandersetzungen um diese Gesundheitsreform verdeutlichen die tiefen Gräben zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitssektor.
GKV-Spargesetz: Praxen müssen bei Leistungen und Zuschlägen kürzen
Das GKV-Spargesetz erfordert Kürzungen bei Leistungen und Zuschlägen in Praxen, was Anpassungen im Praxismanagement nötig macht.
Das GKV-Spargesetz erfordert Kürzungen bei Leistungen und Zuschlägen in Praxen, was Anpassungen im Praxismanagement nötig macht.
Das GKV-Spargesetz bringt weitreichende Änderungen für Praxen mit sich. Besonders betroffen sind extrabudgetäre Leistungen und spezielle Zuschläge, wie etwa die TSVG- und Hygiene-Zuschläge, die abgeschafft werden. Auch die Angemessenheitsprüfung in der Psychotherapie entfällt. Zudem wird ein Deckel für die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) eingeführt. Die Maßnahme zielt darauf ab, das Gesundheitssystem finanziell zu entlasten, erfordert jedoch auch Anpassungen von Ärztinnen und Ärzten im Praxismanagement. Die Einschränkung der Präventionsangebote und das Streichen der Homöopathie auf Kasse verdeutlichen den harten Sparkurs der Regierung. Neben diesen konkreten Änderungen könnte auch die Praxis der Teilkrankschreibung, in Form einer Teil-Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Teil-AU), weitere Auswirkungen auf das Krankengeld haben. Diese Entwicklungen sind bedeutend für Fachkräfte aus der Pflege, Führungskräfte von Altenheimen sowie für Lieferanten und Dienstleister im Gesundheitsbereich. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.07.2026
GKV-Spargesetz: Kürzungen bei Prävention und höhere Zuzahlungen erwartet
Die Bundesregierung kürzt mit dem GKV-Spargesetz bei der Prävention, erhöht Zuzahlungen und streicht Homöopathie auf Kasse - Auswirkungen auf alle Versicherten.
Die Bundesregierung kürzt mit dem GKV-Spargesetz bei der Prävention, erhöht Zuzahlungen und streicht Homöopathie auf Kasse - Auswirkungen auf alle Versicherten.
Die Bundesregierung setzt im Gesundheitswesen den Rotstift an – auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte müssen Abstriche in Kauf nehmen. Bei Hautkrebsscreening und Check-up setzt der Gesetzgeber mit dem GKV-Spargesetz teilweise den Rotstift an. Die Homöopathie auf Kasse wird komplett gestrichen. Des Weiteren gibt es Änderungen bei den Zuzahlungen und der Förderung von Leitlinien. Das GKV-Spargesetz sieht zudem drei mögliche Stufen für eine Teilkrankschreibung vor, was Auswirkungen auf das Krankengeld hat. Laut einem Bericht der Ärzte Zeitung, die sich auf das GKV-Spargesetz bezieht, sind deutliche Einschränkungen bei der Prävention und höhere finanzielle Belastungen für die Versicherten zu erwarten.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.07.2026
Bundestag diskutiert dringend benötigte Notfallreform zur besseren Vernetzung
Der Bundestag debattiert über den Gesetzentwurf zur Notfallreform, der die Vernetzung und Effizienz der Notfallversorgung in Deutschland verbessern soll.
Der Bundestag debattiert über den Gesetzentwurf zur Notfallreform, der die Vernetzung und Effizienz der Notfallversorgung in Deutschland verbessern soll.
Am späten Donnerstagabend hat der Bundestag erstmals den Gesetzentwurf der Notfallreform von Gesundheitsökonomin Nina Warken beraten. Diese Reform, von Experten als die am dringendsten benötigte Strukturveränderung der Notfallversorgung angesehen, zielt darauf ab, die Vernetzung und Steuerung der Notfallversorgung in Deutschland zu verbessern. Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, die dringend erforderlichen Änderungen in diesem Bereich voranzutreiben. Der nun diskutierte Entwurf könnte weitreichende Auswirkungen auf die Organisation und Effizienz der Notfalldienste haben, indem er maßgeblich zur Integration und Koordination der relevanten Akteure beiträgt, berichtet die Ärztezeitung.
5.000 Hitzeopfer in Deutschland: Schutzpläne für Pflegeheime gefordert
Nach 5.000 Hitzetoten im Juni fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen effektive Schutzpläne für Pflegeheime, um gefährdete Gruppen zu schützen.
Nach 5.000 Hitzetoten im Juni fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen effektive Schutzpläne für Pflegeheime, um gefährdete Gruppen zu schützen.
In der Hitzewelle im Juni starben in Deutschland mehr als 5.000 Menschen. Diese Zahlen stammen aus einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts, die sich auf die Folgen der extremen Temperaturen beziehen. Besonders betroffen sind ältere und kranke Menschen, doch auch kleine Kinder stellen eine gefährdete Bevölkerungsgruppe dar. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen hatte bereits vor Beginn der Hitzewelle gefordert, alte Menschen durch Hitzeschutzpläne besser zu schützen. Kommunen sollen mit finanzieller Unterstützung Hitzeschutzmaßnahmen etablieren, vor allem in Pflegeeinrichtungen. Die aktuelle Lage zeigt, wie dringend diese Forderungen sind. Zudem müssten für Kinder etwa Wasserspielplätze geschaffen werden, um Abkühlung zu bieten. Auch hier müssten finanzielle Mittel, beispielsweise aus dem EU-Emissionshandel, bereitgestellt werden. Diese Entwicklungen erfordern schnelles und zielgerichtetes Handeln seitens der Politik, um in Zukunft besser gewappnet zu sein. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
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