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Pflegepolitik und Recht
28.08.2025
Pflegereform: Arbeitsgruppe soll Eigenanteil für Heimbewohner senken
Arbeitsgruppe soll Eigenanteil in Pflegeheimen senken: Gesundheitsministerin Warken treibt Reformpläne voran, um Pflegeversicherung zukunftssicher zu gestalten.
Arbeitsgruppe soll Eigenanteil in Pflegeheimen senken: Gesundheitsministerin Warken treibt Reformpläne voran, um Pflegeversicherung zukunftssicher zu gestalten.
Der Eigenanteil für die Pflege im Heim liegt anfänglich bei 3100 Euro pro Monat, es sei denn, man bezieht Sozialhilfe oder ist ein bedürftiger Beamter. In diesen Fällen kann die Entlastung monatlich auf einen vierstelligen Betrag steigen. Drei Jahrzehnte nach Einführung der Pflegeversicherung gibt es Bestrebungen, diese zu reformieren. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat zu diesem Zweck eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingesetzt, die bis zum Jahresende Vorschläge erarbeiten soll, um das System für die fast 75 Millionen Versicherten zu stabilisieren. Das geht aus einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervor.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.08.2025
AOK erweitert erfolgreiche DMP-Reihe: Bald auch für Rheumatoide Arthritis
Die AOK erweitert ihre DMP-Reihe um Rheumatoide Arthritis ab Juli 2025 und strebt durch sektorenübergreifende Versorgung erneut hohe Qualität für Patienten an.
Die AOK erweitert ihre DMP-Reihe um Rheumatoide Arthritis ab Juli 2025 und strebt durch sektorenübergreifende Versorgung erneut hohe Qualität für Patienten an.
Die AOK hat das Disease-Management-Programm (DMP) Osteoporose erfolgreich eingeführt und plant, mit einem neuen DMP Rheumatoide Arthritis ähnliche Erfolge zu erzielen. Ziel des Osteoporose-Programms ist es, die leitliniengerechte, sektorenübergreifende Behandlung von Patienten zu verbessern. Besonders in Rheinland-Pfalz profitieren 26.000 Patienten von diesem Ansatz. Claudia Straub, Leiterin der Landesvertretung Schleswig-Holstein, kündigt ein vergleichbares Programm für Rheumatoide Arthritis an, das ab Juli 2025 verfügbar sein wird. Dabei sind bereits über 250 Ärztinnen und Ärzte sowie mehrere Kliniken und Reha-Einrichtungen in Schleswig-Holstein beteiligt. Beide Programme stehen für die konsequente Weiterentwicklung der DMP-Landschaft und die kontinuierliche Qualitätssicherung durch unabhängige Evaluationen. (Quelle: aok.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.08.2025
Neues AOK-Programm verbessert Osteoporose-Behandlung ab 2024
Das neue AOK-DMP 2024 optimiert die Osteoporose-Versorgung mit standardisierter Anleitung und sektorenübergreifender Betreuung für eine bessere Patientensicherheit.
Das neue AOK-DMP 2024 optimiert die Osteoporose-Versorgung mit standardisierter Anleitung und sektorenübergreifender Betreuung für eine bessere Patientensicherheit.
Mit dem neuen Disease-Management-Programm (DMP) für Osteoporose bietet die AOK Ärzten seit 2024 eine praxisnahe Grundlage für eine gezielte Versorgung. Ziel ist es, mehr Betroffene frühzeitig zu identifizieren und konsequent zu behandeln. Laut Christopher Niedhart, der an der Entwicklung beteiligt war, bringt das Programm bereits positive Resonanz, insbesondere bei konservativ tätigen Orthopäden und Hausärzten. Es umfasst eine standardisierte Anleitung zur Risikoevaluation, Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle. Wichtig hervorzuheben ist die sektorenübergreifende Versorgung, die Patienten nach einem Klinikaufenthalt begleitet, um Folgefrakturen zu vermeiden. Die AOK strebt mit strukturierten Abläufen und klaren Leitlinien eine deutliche Verbesserung der Versorgungsqualität an. Das Programm wird wissenschaftlich begleitet und soll regelmäßig aktualisiert werden, wie von der AOK bekannt gegeben wurde.
Studie: Ältere oft durch unangemessene Medikationen gefährdet
Eine israelische Studie warnt: Ältere Menschen sind durch unangemessene Medikamente und fehlende Verordnungen stark gefährdet.
Eine israelische Studie warnt: Ältere Menschen sind durch unangemessene Medikamente und fehlende Verordnungen stark gefährdet.
Ältere Menschen erhalten häufig potenziell unangemessene Verschreibungen, was das Risiko einer vorzeitigen Gesamtmortalität deutlich erhöht. Die „Ärzte Zeitung“ berichtet über eine israelische Studie, die untersucht hat, welche Patientengruppen besonders gefährdet sind. Demnach sind sowohl potenziell unangemessene Medikationen als auch das Unterlassen medizinisch indizierter Verordnungen bei älteren Menschen häufig vorzufinden.
Experten: Bessere Grippeimpfung dringend nötig zur Gesundheitsvorsorge
Experten fordern verbesserte Grippeimpfabdeckung, um angesichts erhöhter Infektionsgefahr und gelockerter COVID-19-Maßnahmen Gesundheitsrisiken zu mindern.
Experten fordern verbesserte Grippeimpfabdeckung, um angesichts erhöhter Infektionsgefahr und gelockerter COVID-19-Maßnahmen Gesundheitsrisiken zu mindern.
Experten warnen vor einer erhöhten Grippebelastung und betonen die Notwendigkeit einer verbesserten Impfabdeckung. Angesichts der gelockerten COVID-19-Maßnahmen und der damit einhergehenden Abnahme der Immunität gegen Influenza prognostizieren sie eine erhöhte Belastung in den kommenden Grippesaisons, so ein Artikel im „Expert Review of Vaccines“. Die Saison 2024/2025 verzeichnete mit über 390.000 laborbestätigten Influenza-Meldungen einen neuen Hochpunkt im Zehnjahresvergleich. Besonders besorgniserregend ist die Möglichkeit einer Simultaninfektion von SARS-CoV-2 und Influenza, die das Risiko für Tod und schwere Krankheit erhöht. Van Ranst, Zöllner, Schelling und Palache plädieren dafür, die Grippeimpfung breiter in der Bevölkerung zu verankern, um Gesundheitsrisiken zu mindern. Sie empfehlen die Impfung unabhängig vom Alter, um die Gesundheitsbudgets langfristig zu entlasten. Eine starke Impfkampagne mit klarer Kommunikation über die Vorteile der Impfung sei essenziell, um die derzeit niedrige Impfrate in der EU zu verbessern. (Quelle: Ärztezeitung)
RKI warnt: Große Impflücken bei chronisch kranken jungen Erwachsenen
RKI mahnt: Große Impflücken bei chronisch kranken jungen Erwachsenen gefährden deren Gesundheit—besonders bei Grippeimpfungen besteht dringender Handlungsbedarf.
RKI mahnt: Große Impflücken bei chronisch kranken jungen Erwachsenen gefährden deren Gesundheit—besonders bei Grippeimpfungen besteht dringender Handlungsbedarf.
Das interaktive Dashboard des Robert Koch Instituts (RKI) zeigt signifikante Impflücken bei chronisch Kranken, besonders in den jüngeren Altersgruppen. Nur etwa jeder Zehnte der Personen mit Grunderkrankung im Alter von 18-59 Jahren hat sich zum Berichtszeitpunkt 2023/24 gegen Influenza impfen lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt unabhängig vom Alter allen Personen mit Grunderkrankungen eine Influenzaimpfung. Darunter fallen chronische Erkrankungen der Atmungsorgane, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, neurologische Erkrankungen wie z.B. Multiple Sklerose (MS), angeborene oder erworbene Immundefizienz sowie eine HIV-Infektion. Besonders bei jüngeren Patienten mit relevanten Grunderkrankungen zeigt sich das große Defizit in den Impfquoten: Bei den 18- bis 29-jährigen Chronikern liegt diese bei nur 6,4%. Laut "aerztezeitung.de" ist das Risiko für chronisch Kranke bei einer Influenzainfektion besonders hoch, was eine Grippeimpfung umso wesentlicher macht.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
26.08.2025
Stiftung Warentest: Große Preis- und Qualitätsunterschiede bei Rollatoren
Große Preis- und Qualitätsunterschiede bei Rollatoren: Stiftung Warentest zeigt von 67 bis 556 Euro Unterschiede in Komfort und Bedienbarkeit auf.
Große Preis- und Qualitätsunterschiede bei Rollatoren: Stiftung Warentest zeigt von 67 bis 556 Euro Unterschiede in Komfort und Bedienbarkeit auf.
Stiftung Warentest hat elf Rollatoren getestet, von denen einige Modelle wenig überzeugen konnten. Der Test umfasste sowohl Leichtgewichtrollatoren aus Carbon und Aluminium als auch Standardmodelle. Die Preisspanne reicht von 67 bis 556 Euro. Die Ergebnisse zeigen erhebliche Unterschiede in Komfort und Bedienbarkeit. Testsieger punkten mit leichtem Falten, Stabilität und Nutzerfreundlichkeit, jedoch sind sie teurer. Stiftung Warentest empfiehlt, Rollatoren gemäß den spezifischen Bedürfnissen auszuwählen, ob für den Einsatz drinnen oder draußen. Für besonders leichte Modelle erfordern Kassen oft Zuzahlungen. Testeinkäufe erfolgten im Frühjahr 2025, mit Preisanfragen im Juni 2025.
Krankenhausreform gefährdet altersgerechte Akutversorgung: Bundesverband Geriatrie warnt vor negativen Folgen für betagte Patienten durch unzureichende Leistungsgruppen.
Krankenhausreform gefährdet altersgerechte Akutversorgung: Bundesverband Geriatrie warnt vor negativen Folgen für betagte Patienten durch unzureichende Leistungsgruppen.
Der Bundesverband Geriatrie warnt davor, dass die aktuelle Krankenhausreform die geriatriespezifische Akutmedizin bei polymorbiden Patienten vernachlässigt, was sich negativ auf die Versorgungsstrukturen auswirken könnte. Laut Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Verbandes, fehlt es im Leistungsgruppenkatalog an einer Darstellung dieser medizinischen Disziplin, obwohl eine eigene Leistungsgruppe Geriatrie existiert. Diese umfasst jedoch nur die geriatrische Frührehabilitation. Van den Heuvel spricht von „fatalen Folgen für Umfang und Qualität der Versorgung betagter Menschen“ und fordert die Einführung einer zusätzlichen Leistungsgruppe. Eine Übergangslösung sei nötig, da die neuen Richtlinien erst in einem noch nicht aktiven Ausschuss entwickelt werden sollen. Der Verband hebt die Bedeutung des multimodalen Handlungsansatzes hervor, der durch ein multidisziplinäres Team eine umfassende Behandlung ermöglichen soll. Die Gefahr besteht, dass einzelne Geriatrien die Mindestvorhaltezahlen nicht mehr erfüllen könnten. (Quelle: aerztezeitung.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
25.08.2025
Privates Stipendium gegen Ärztemangel im Landkreis Greiz gestartet
Ein privates Stipendium soll den Ärztemangel im Landkreis Greiz bekämpfen, indem es Medizinstudierende finanziell unterstützt, hier tätig zu werden.
Ein privates Stipendium soll den Ärztemangel im Landkreis Greiz bekämpfen, indem es Medizinstudierende finanziell unterstützt, hier tätig zu werden.
Im Landkreis Greiz sind aktuell 16 Hausarztsitze unbesetzt. Private Sponsoren setzen sich jetzt für die Region ein und unterstützen angehende Mediziner finanziell, um sie in der Gegend zu halten. Ein neu ins Leben gerufenes Stipendium soll bleibewilligen Medizinstudierenden Perspektiven bieten und die medizinische Versorgung nachhaltig verbessern. Die Förderung durch den Verein ist ein wichtiger Schritt, dem Ärztemangel in ländlichen Regionen entgegenzuwirken, indem sie künftige Ärzte motiviert, nach ihrem Studium in der Region tätig zu werden. (Quelle: aerztezeitung.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
25.08.2025
Pflegebauernhof im Westerwald bietet Senioren aktive Lebensgemeinschaft
Pflegebauernhof im Westerwald bietet Senioren mit Demenz eine aktive Gemeinschaft mit Tierpflege und einem Gefühl der Nützlichkeit als Alternative zum Pflegeheim.
Pflegebauernhof im Westerwald bietet Senioren mit Demenz eine aktive Gemeinschaft mit Tierpflege und einem Gefühl der Nützlichkeit als Alternative zum Pflegeheim.
Auf einem Pflegebauernhof im Westerwald wohnen ältere Menschen, viele mit Demenz, in einer ungewöhnlichen Lebensgemeinschaft. Anstatt in einem herkömmlichen Pflegeheim ihren Lebensabend abzuwarten, nehmen sie aktiv am Alltag teil. Der 75-jährige Jürgen Thorbeck, einer der 22 Bewohner, kümmert sich um Alpakas und sammelt Eier. Auf dem Hof von Guido Pusch, der Hofleiter und Maschinenbauer ist, sorgen Tiere wie Hunde, Katzen und Alpakas für ein lebendiges Miteinander. Die Senioren leben in Einzelapartments oder Zimmern und tragen durch kleine Aufgaben zur Gemeinschaft bei, was ihnen ein Gefühl der Nützlichkeit gibt. Pusch hat den Hof vor Jahren umgestaltet, als seine Großmutter pflegebedürftig wurde. Der Hof, seit 1771 im Besitz der Puschs, wurde 2010 in einen Pflegebauernhof umgewandelt. Guido Pusch plant, sein Konzept auch international umzusetzen. Die Idee, Pflege und Landwirtschaft zu verbinden, sieht er als ländliche Alternative zum klassischen Pflegeheim. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
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